Ärzte Zeitung, 10.11.2015

Düsseldorf

Stammzellen-Prozess platzt nach Tod eines Schöffen

DÜSSELDORF. Kurz vor dem Urteil ist der Düsseldorfer Prozess um eine umstrittene Stammzelltherapie wegen des Todes eines Schöffen geplatzt. Der 67-Jährige sei völlig unerwartet gestorben, teilte das Landgericht am Dienstag mit. Deswegen müsse das Verfahren im kommenden Jahr neu aufgerollt werden.

In einer Düsseldorfer Privatklinik waren geistig behinderten Patienten aus aller Welt Stammzellen aus dem Knochenmark entnommen, aufbereitet und durch die Schädeldecke ins Gehirn gespritzt worden. Nach Komplikationen war ein zweijähriges Kind gestorben. Im Oktober begann der Prozess gegen die behandelnde Ärztin wegen fahrlässiger Tötung.

Der Privatklinik war Ende April 2011 von der Bezirksregierung und dem NRW-Gesundheitsministerium die Stammzelltherapie verboten worden. Die Klinik ist inzwischen geschlossen und die Betreiberfirma pleite. (dpa)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Weg frei für GroKo-Gespräche – Schulz verspricht Nachverhandlungen

Es war eine Zitterpartie: Weniger als 60 Prozent der SPD-Delegierten auf dem Parteitag stimmten Gesprächen zur Bildung einer große Koalition zu. Nun soll weiterverhandelt werden – auch in Sachen Gesundheit. mehr »

Neuropathie-Test 2.0 – Handy-Vibration ersetzt Stimmgabel

Es genügt ein Handy mit Vibrationsfunktion: An den Fuß eines Diabetespatienten gehalten, zeigt es Forschern zuverlässig an, ob dieser an einer peripheren Neuropathie leidet. mehr »

Pflegerat fordert 50.000 Stellen für die Krankenhäuser

Was hat die Pflegepolitik bewirkt? Die Meinungen sind gespalten: Gesundheitsminister Gröhe lobt die Erfolge der Koalition in der Pflegepolitik. Der Pflegerat hält dagegen. mehr »