Ärzte Zeitung, 14.04.2016
 

Prozess um Grippe-Vakzine

Arzt bestreitet Impfungen

FULDA. Im Gerichtsprozess um mögliche Impfungen von 152 Kindern mit einem nicht zugelassenen Grippe-Impfstoff hat der angeklagte Arzt diese Vorwürfe bestritten.

Er habe die Studie einfach mit den Namen aus seiner Patientenkartei gefüllt und die Testergebnisse frei erfunden, sagte der 67 Jahre alte Kinderarzt am Landgericht Fulda.

Er habe keines der Kinder mit dem Wirkstoff geimpft und deshalb keine Zustimmung der Eltern eingeholt.

Der Verteidiger erklärte, der Angeklagte sei in eine wirtschaftliche Schieflage geraten. Mit dem Geld für die gefälschten Tests habe er die Insolvenz seiner Praxis abwenden wollen.

Dem Mediziner, der in Fulda praktizierte, wird Betrug vorgeworfen. Von der Arzneimittelfirma, die das Mittel in einer Studie testen ließ, soll er rund 72.800 Euro kassiert haben. (dpa)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Vom Sinn und Unsinn medikamentöser Arthrose-Therapien

Arthrosebeschwerden sind weit verbreitet und nur begrenzt medikamentös behandelbar. Ein Update zur Evidenzlage medikamentöser Therapien wurde nun präsentiert. mehr »

Diesen Effekt haben Walnüsse auf Lipide

Die Lipidsenkung durch den täglichen Verzehr von Walnüssen stellt sich offenbar unabhängig davon ein, ob man dabei auf Kohlenhydrate oder Fette oder auf beides verzichtet. mehr »

Weltärztebund und Papst im Dialog zur Palliativmedizin

Seltene Kooperation: Weltärztebund und Papst sprechen sich für ein Sterben in Würde aus, aber gegen Euthanasie und assistiertem Selbstmord. mehr »