Ärzte Zeitung, 14.07.2016
 

Falscher Arzt kommt mit Bewährung davon

DÜREN. Ein heute 41-jähriger Arztsohn, der jahrelang Patienten mit erschlichener Zulassung operiert hat, ist am Dienstag vom Amtsgericht Düren zu einem Jahr und zehn Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Das Gericht legte dem Angeklagten Körperletzung in über 300 Fällen zur Last sowie Urkundenfälschung.

Nach Einschätzung der Anklage hatte aber keine konkrete Gefahr für die Patienten bestanden. Der Arztsohn hatte vor Gericht gestanden. Er habe zwei für das Staatsexamen nötige Leistungsnachweise gefälscht. Als das aufflog, wurde er exmatrikuliert. Seinem Vater habe er dies nicht gestehen können. Er lernte weiter, fälschte die Examenszeugnisse und bekam damit die ärztliche Zulassung. (dpa)

Topics
Schlagworte
Recht (12217)
NRW (1262)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Statine mit antibakterieller Wirkung

Die kardiovaskuläre Prävention mit einem Statin schützt möglicherweise auch vor Staphylococcus-aureus-Bakteriämien. Das hat eine dänische Studie ergeben. mehr »

Das steht in der neuen Hausarzt-Leitlinie

Die brandneue S3-Leitlinie Multimorbidität stellt den Patienten als "großes Ganzes" in den Mittelpunkt – und gibt Ärzten eine Gesprächsanleitung an die Hand. mehr »

Jamaika – Paritätische Finanzierung ist vom Tisch

Ein neues Sondierungspapier zeigt: Die potenziellen Jamaika-Partner suchen nach dem kleinsten gemeinsamen Nenner in der Gesundheitspolitik. mehr »