Ärzte Zeitung, 25.07.2016
 

Arbeitsunfall

Gericht mahnt zu umfassender Prüfung

BERLIN. Erkrankungen aufgrund vergifteter Kabinenluft im Flugzeug können bei Flugbegleitern als Arbeitsunfälle eingestuft werden. Darauf weist das Sozialgericht (SG) Berlin hin (Az.: S 68 U 637/13).

Für eine Anerkennung als Berufs- oder zumindest "Wie-Berufskrankheit" sei es dagegen nötig, eine dauerhafte Belastung zu beweisen.

Dies war im konkretem Fall einem Steward nicht gelungen, da er nur einen einzigen "fume event", bei dem ein wohl durch das Nervengift TCP und Öldämpfe verursachter miefiger, beißender Geruch in der Kabine bemerkbar war, als Ursache für seine Polyneuropathie angegeben hatte. Bei einem einmaligen Ereignis, so das SG, sei es aber "naheliegend, auch zu prüfen", ob das Ereignis nicht als Arbeitsunfall zu bewerten ist. (juk)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Tausende HPV-Tumoren pro Jahr sind vermeidbar

Viele Krebserkrankungen in Deutschland ließen sich durch einen HPV-Schutz vermeiden, so RKI-Berechnungen. Das Institut rät zum Impfen - das könnte auch bei Jungen sinnvoll sein. mehr »

Mit Kohlenhydrat-Tagen die Insulinresistenz durchbrechen

Typ-2-Diabetiker mit schwerer Insulinresistenz können vom Prinzip einer hundert Jahre alten Haferkur profitieren. Erfahrungsgemäß sprechen 70 Prozent der Betroffenen darauf an. mehr »

Kliniken in Nordrhein sind Vorreiter beim E-Arztbrief

Der Klinikbetreiber Caritas Trägergesellschaft West zählt zu den Vorreitern des elektronischen Arztbriefes über KV-Connect. Viele Niedergelassene sind bereits angeschlossen. mehr »