Ärzte Zeitung, 20.09.2016

Rechtsurteil

Keine Vorab-Vaterschaft bei Kryokonservierung

KARLSRUHE. Für einen kryokonservierten Embryo kann der Samenspender weder die Vaterschaft feststellen, noch sich vorab ein Sorgerecht zuordnen lassen.

Das entschied der BGH gegen einen Mann in eingetragener Partnerschaft (Az.: XII ZB 351/15). Mit seinem Samen wurden elf Embryonen gezeugt, zwei davon durch Leihmütter ausgetragen.

Für die tiefgefrorenen Embryonen will er auch die Vaterschaft festgestellt wissen und sich ein Sorgerecht sichern. Doch deutsches Recht sieht eine vorgeburtliche Feststellung nicht vor, so der BGH.

Und das Sorgerecht hänge nicht notwendig von der Abstammung ab. Dies könne sogar für die Vaterschaft gelten, wenn das Kind durch eine verheiratete Frau geboren wird, deren Ehemann automatisch rechtlicher Vater sei. (mwo)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Darum will Maria Rehborn unbedingt Landärztin werden

Studentin Maria Rehborn möchte Landärztin werden in den Bergen werden – ein Portrait. mehr »

Welches Wasser in die Nasendusche?

In unserem Trinkwasser tummeln sich viele Erreger. Forscher haben nun getestet, mit welcher Methode Nasenduschen-Wasser behandelt werden sollte, um diese abzutöten. mehr »

Die Rückkehr des Badearztes

Eine Medizinerin bringt die Region Wiesbaden ins Schwitzen: als einzige Badeärztin der Gegend. Der "Ärzte Zeitung" erklärt sie, warum sie Treppen steigen lässt statt eines EKGs – und wie sie 75 Patienten an ihrer Zunge erkannte. mehr »