Ärzte Zeitung, 27.10.2016

Finanzgericht

Keine Zweitwohnung bei einer Stunde Wegezeit

STUTTGART. Bei einer Fahrzeit von einer Stunde von der Wohnung zur Arbeit können Arbeitnehmer nicht die Kosten einer doppelten Haushaltsführung steuerlich geltend machen. Das hat das Finanzgericht Baden-Württemberg entschieden (Az.: 1 K 3229/14). Der Kläger arbeitet in Stuttgart und wohnt 37 Kilometer außerhalb. Ohne Erfolg hatte er geltend gemacht, er spare mit einer Zweitwohnung 82 Minuten am Tag. Das Gericht sah dies als überhöht an, letztlich spiele die Zeitersparnis aber keine Rolle. Es komme neben der Entfernung auf die Verkehrsanbindung an. Fahrzeiten von hier rund einer Stunde je Weg seien noch zumutbar. Der Kläger hat hiergegen bereits Revision zum Bundesfinanzhof eingelegt. (mwo)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Auf Zungenküsse besser verzichten?

Zungenküsse erhöhen offenbar das Risiko für HPV-Infekte und damit auch für Mund-Rachen-Tumoren. US-Experten haben sich das Krebsrisiko jetzt einmal genauer angesehen. mehr »

Das ist bei einer Datenpanne zu tun

Bei einem Datenleck in der Praxis sind Inhaber nach der Datenschutzgrundverordnung verpflichtet, dies zu melden. Wem und wie, das erläutern Medizinrechtler. mehr »

Urologen befeuern Diskussion um Herztoddiagnostik

Die Deutsche Gesellschaft für Urologie fordert große Reformen bei der Organspende. DGU-Präsident Professor Paolo Fornara erläutert im Interview, welche Neuregelungen seiner Meinung nach dringend nötig sind. mehr »