Ärzte Zeitung online, 22.02.2017
 

Abrechnungsbetrug?

Polizei durchsucht Max-Planck-Institut in München

MÜNCHEN. Die Polizei hat am Mittwoch das Max-Planck-Institut für Psychiatrie in München wegen Verdachts auf ärztlichen Abrechnungsbetrug durchsucht. Es liege eine Anzeige gegen mehrere Personen vor, teilte die Staatsanwaltschaft München I mit. Zudem werde der Vorwurf der Untreue untersucht. Die Ermittler sicherten Akten und elektronische Daten. "Wir arbeiten eng mit den Behörden zusammen, um schnellstmöglich vollständige Transparenz über alle Vorgänge herzustellen und eine restlose Aufklärung aller Vorwürfe zu beschleunigen", teilte eine Sprecherin des Max-Planck-Instituts auf Nachfrage der "Ärzte Zeitung" mit. Anonyme Anschuldigungen habe es bereits im vergangenen Jahr gegeben.

Um die Vorwürfe auszuräumen, sei 2016 "eine unabhängige Wirtschaftsprüfungsgesellschaft beauftragt worden, die Abrechnung zu prüfen", heißt es weiter. Das Ergebnis habe keinerlei Beanstandung ergeben. Die Max-Planck-Gesellschaft habe "als Trägerin des Instituts vor dem Hintergrund der immer wiederkehrenden Vorwürfe bei der Staatsanwaltschaft München deshalb eine Strafanzeige wegen Rufschädigung gegen Unbekannt eingereicht".(dpa/cmb)

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