Ärzte Zeitung online, 17.08.2017
 

Bundesfinanzhof

Fiskus künftig bei Scheidungskosten außen vor

MÜNCHEN. Scheiden tut jetzt auch steuerlich weh. Die Verfahrenskosten können nicht mehr als "außergewöhnliche Belastungen" steuermindernd geltend gemacht werden, wie jetzt der Bundesfinanzhof (BFH) in München entschieden hat (Az.: VI R 9/16).

2011 hatte der BFH die steuerliche Abzugsfähigkeit von Prozesskosten ausgeweitet und danach auch Scheidungskosten als "außergewöhnliche Belastungen" anerkannt.

Darauf hatte der Gesetzgeber reagiert und mit Wirkung zum Jahresbeginn 2013 den Abzug von Prozesskosten weitgehend ausgeschlossen. Danach ist eine Berücksichtigung der Kosten eines Scheidungsverfahrens als "außergewöhnliche Belastungen" nicht mehr möglich, urteilte der BFH. (mwo)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Progesteron-Gel kann Frühgeburt vermeiden

Sinkt der Progesteronspiegel in der Schwangerschaft zu früh, verursacht das wohl eine vorzeitige Wehentätigkeit und Geburt.Einige Frauen schützt eine vaginale Hormonapplikation davor. mehr »

Statine mit antibakterieller Wirkung

Die kardiovaskuläre Prävention mit einem Statin schützt möglicherweise auch vor Staphylococcus-aureus-Bakteriämien. Das hat eine dänische Studie ergeben. mehr »

Das steht in der neuen Hausarzt-Leitlinie Multimorbidität

Die brandneue S3-Leitlinie Multimorbidität stellt den Patienten als "großes Ganzes" in den Mittelpunkt – und gibt Ärzten eine Gesprächsanleitung an die Hand. mehr »