Ärzte Zeitung online, 23.11.2017

Abtreibung beworben?

Ärztin vor Gericht

GIESSEN. Der Deutsche Juristinnenbund (djb) und der Deutsche Ärztinnenbund (DÄB) fordern die Abschaffung des Straftatbestands "Werbung für den Schwangerschaftsabbruch". Der einschlägige Strafrechtsparagraf 219a geht zurück auf den § 219, der im Mai 1933 in das Reichsstrafgesetzbuch aufgenommen wurde.

Der Abbruch sei eine medizinische Dienstleistung für Frauen in einer Notlage. Darüber müssten Ärzte "öffentlich sachlich informieren dürfen, ohne sich der Gefahr einer Strafverfolgung ausgesetzt zu sehen", so der djb.

Am heutigen Freitag muss sich eine Allgemeinärztin vor dem Gießener Amtsgericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft beschuldigt sie, auf ihrer Website Abtreibungen beworben zu haben. (cw)

Topics
Schlagworte
Recht (12892)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Wirkstoff zum Cannabis-Entzug

Die Blockade der Fettsäureamid-Hydrolase reduziert Symptome beim Cannabis-Entzug. Mit einem Hydrolasehemmer senkten Abstinenzwillige den Konsum um fast 70 Prozent. mehr »

Arzt und Kämpfer gegen sexuelle Gewalt

Die Gewinner der Nobelpreise haben am Montag ihre Auszeichnungen entgegengenommen. Besondere Aufmerksamkeit erlangte dabei der Arzt Denis Mukwege, Träger des Friedensnobelpreises. mehr »

TI-Anschluss verweigern und dann klagen

An den Konnektoren scheiden sich die Geister. Medi-Vorstand Dr. Werner Baumgärtner sucht jetzt die juristische Auseinandersetzung. Sein Ziel: Sicherheitslücken in den Geräten feststellen zu lassen. mehr »