Ärzte Zeitung online, 09.10.2018

Urteil

Cannabispatienten dürfen nicht jagen

TRIER. Patienten mit regelmäßigem Cannabis-Konsum dürfen nicht jagen gehen.

Ihnen fehlt die waffenrechtliche Eignung für den Jagdschein, entschied das Verwaltungsgericht Trier in einem am 8. Oktober bekannt gegebenen Urteil.

Denn bei einem regelmäßigen Cannabis-Konsum lasse sich kein konstantes psychisches Zustandsbild erreichen, um "mit Waffen und Munition vorsichtig und sachgemäß" umgehen zu können, so das Gericht.

Dem Kläger stehe damit als Cannabis-Patient auch nach bestandener Jagdprüfung kein Jagdschein zu.

Ähnlich hatte in einem vergleichbaren Fall Ende Januar auch der bayerische Verwaltungsgerichtshof entschieden. (fl)

Az.: 2 K 11388/17.TR

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Chronische Hepatitis B auf dem Vormarsch

Mehr als jeder zweite Hepatitis-B-Fall in Europa 2017 war eine chronische Infektion, berichtet die ECDC. Bei den akuten Fällen stechen drei Länder heraus. mehr »

26 priorisierte Empfehlungen für Hausärzte

Für Hausärzte gibt es seit dieser Woche eine neue Leitlinie: Sie soll vor „Über- und Unterversorgung“ schützen. Die Empfehlungen sind jedoch nicht neu. mehr »

Was bei erhöhtem TSH-Wert zu tun ist

Nicht jeder isoliert erhöhte TSH-Wert alleine sollte Anlass für eine L-Thyroxin-Behandlung bei Kindern sein. Zu oft könnte dies zur Übertherapie führen, obwohl nur eine passagere Störung vorliegt. mehr »