Ärzte Zeitung online, 28.11.2013

Richtgrößenprüfung

Regressfalle Jahresende

Ärzte sollten Beratungs-Bescheide in Sachen Budgetüberschreitung ernst nehmen. Zwar droht zunächst kein Regress. Doch wer sich die Chance entgehen lässt, jetzt auf Paxisbesonderheiten hinzuweisen, erhöht die Gefahr künftiger Regresse.

Von Beate Bahner

Regressfalle Jahresende

Erst wer nach erfolgter Beratung erneut sein Budget um mehr als 25 Prozent überschreitet, wird in Regress genommen.

© Gina Sanders / fotolia

NEU-ISENBURG. Zum Jahresende bescheren die Prüfungsgremien den niedergelassenen Ärzten wieder besondere "Weihnachtsgeschenke": Zur Wahrung der zweijährigen Prüffrist, die der Gesetzgeber zwischenzeitlich für Richtgrößenprüfungen vorgesehen hat, erhalten einige Ärzte Bescheide über die Einleitung von Richtgrößenprüfungen für 2011.

Diese beziehen sich entweder auf Arzneimittelverordnungen oder auf Heilmittelverordnungen. Wer sein individuelles Richtgrößenbudget um mehr als 25 Prozent überschreitet, riskiert einen entsprechenden Heilmittel- oder Arzneimittelregress.

Eine Überschreitung dieses Budgets ist ohne Regressgefahr lediglich bis zu 25 Prozent möglich. Eine darüber hinausgehende Überschreitung führt zu einer Wirtschaftlichkeitsprüfung mit der Konsequenz, dass der Arzt etwaige Praxisbesonderheiten darlegen muss.

Bestimmte Praxisbesonderheiten werden allerdings schon im Vorfeld von der Prüfungsstelle berücksichtigt, was freilich eine entsprechend korrekt gestellte Diagnose voraussetzt.

Worauf genau zu achten ist, erklärt unsere Autorin, Fachanwältin für Medizinrecht aus Heidelberg, exklusiv in der "Ärzte Zeitung digital" vom 28. November

Jetzt auch auf Android lesen ...Jetzt gleich lesen ...

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Mütter stellen früh die Weichen für Babys Gesundheit

Dicke Mutter = dickes Baby: Diese Gleichung geht oft auf - leider. Ernährungs-Experten tauschen sich daher auf einem Kongress über den frühen Einfluss der mütterlichen Ernährung u.a. auf das Diabetesrisiko des Kindes aus und geben Tipps. mehr »

Würden Ärzte Gröhe wählen?

In einer großen Umfrage fragten wir Ärzte: "Wenn der Bundesgesundheitsminister direkt vom Volk gewählt werden könnte, wen würden Sie wählen?" Lesen Sie hier die Antwort. mehr »

Bei Dauerschmerz leidet auch das Gedächtnis

Wird der Geist träger, geht das zulasten von Lebensqualität und Unabhängigkeit. Eine US-Studie hat den Einfluss anhaltender Schmerzen auf Kognition und Demenzrisiko untersucht. mehr »