Ärzte Zeitung online, 30.01.2018

Marktforschung

Stabiles Umsatzplus für Antidiabetika

FRANKFURT/MAIN. Die Ausgaben für Antidiabetika steigen stetig: Im bundesdeutschen Markt legen sie seit 2014 von Jahr zu Jahr im Schnitt um 3,8 Prozent zu, wie neue Zahlen des Beratungsunternehmens Iqvia (ex IMS) zeigen. Dieser Trend hielt auch vergangenes Jahr an.

 Im 12-Monatszeitraum von November 2016 bis Ende Oktober 2017 – jüngere Zahlen liegen noch nicht vor – erhöhten sich die Ausgaben für Insuline und orale Analoga zu Apothekenverkaufspreisen (abzüglich gesetzlicher Hersteller- und Apothekenabschläge) um knapp drei Prozent gegenüber dem Gesamtjahr 2016 auf 2,6 Milliarden Euro.

Umsatz und Absatz mit Blutzuckerteststreifen waren in der Berichtsperiode allerdings rückläufig. Die Analysten vermuten, dass sich darin der zunehmende Einsatz moderner Systeme zum kontinuierlichen Glukosemonitoring (CGM) bemerkbar macht. Demnach ging der Packungsabsatz von 40-tausend auf 38-tausend Stück zurück.

Der Teststreifenumsatz nahm gegenüber 2016 um fünf Prozent auf 1,03 Milliarden Euro ab. Das aktuell stärkste Verkaufswachstum verzeichnet Iqvia mit 84 Prozent für SGLT2-Hemmer. Auf diese modernen oralen Antidiabetika entfielen zuletzt sieben Prozent Marktanteil oder 182 Millionen Euro zu Apothekenverkaufspreisen. (cw)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Schwere Grippewelle hat Deutschland im Griff

Die aktuelle Grippewelle tobt und beschert Praxen und Kliniken einen regen Zulauf. Das RKI hat Tipps, worauf Ärzte jetzt achten sollten. mehr »

Bodyguard lässt sich von Steuer absetzen

211.000 Euro hatte eine Frau für einen Bodyguard steuerlich abgesetzt - zu Recht, entschied jetzt ein Gericht. Eine Rentnerin aus NRW schützt sich so steuersparend vor einer falschen Ärztin. mehr »

Die Ängste der Akademiker

Albtraum Studium? Jeder sechste Studierende leidet nach Angaben der Barmer unter einer psychischen Störung. Tendenz steigend. mehr »