Ärzte Zeitung online, 09.02.2018

THC

Cannabis-Rezeptabgabe in kurzer Zeit verdoppelt

Sieben Monate nach der sozialrechtlichen Einführung der Cannabis- Verordnung hat sich die Anzahl der THC-Rezepte verdoppelt.

FRANKFURT/MAIN. Seit März vorigen Jahres können Cannabis-Präparate, Zubereitungen und -blüten unter Auflagen zu Lasten der GKV verordnet werden. Bis zum Herbst 2017 verzeichnete das Frankfurter Beratungsunternehmen Iqvia von Monat zu Monat teils zweistellige Zuwächse bei Cannabis-Rezepten.

Während Ende März, also zu Beginn der Berichtsperiode, rund 3500 Rezepte für ein Cannabispräparat mit den gesetzlichen Kostenträgern abgerechnet wurden, waren es Ende Oktober mit über 7000 Rezepten schon doppelt so viele.

Allerdings verlief die Entwicklung durchaus volatil. Während etwa Mai, Juni und September jeweils prozentual zweistellige Rezeptzunahme gegenüber dem Vormonat zeigten, blieb das Plus in den Monaten April, Juli, August und Oktober einstellig.

Möglicherweise ließen sich diese Schwankungen mit Lieferschwierigkeiten insbesondere für Cannabisblüten erklären, heißt es. Eine weitere Erklärung lasse sich auch in der Ablehnung von Bewilligungs-Anträgen durch die Kassen sehen. (cw)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Der Transgender-Trend

Paradigmenwechsel? Transsexuelle lassen sich sogar selbstbewusst für den "Playboy" ablichten. Psychiater warnen aber vor einem Geschlechtsdysphorie-Hype unter Jugendlichen. mehr »

Deshalb gibt's immer mehr Parkinsonkranke

Die absolute Zahl der weltweiten Parkinsonkranken hat sich seit 1990 mehr als verdoppelt. Forscher haben eine Vermutung, warum der Anstieg in manchen Ländern so stark ist. mehr »

Das Brexit-Brimborium

Unser Londoner Blogger Arndt Striegler hat alle Tests bestanden und ist nun britischer Staatsbürger. Doch auch als Passinhaber ist er sich sicher: Die Briten werden nach dem EU-Ausstieg nicht besser dastehen als vorher. mehr »