Ärzte Zeitung online, 10.08.2018

Zytostatika

Apotheker in NRW nicht zu beanstanden

KÖLN. Das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium stellt den Zytostatika herstellenden Apotheken im Land ein gutes Zeugnis aus. Probenentnahmen in den Apotheken haben nur in einem Fall zu einer Beanstandung geführt. "Die Ergebnisse der Überwachung zeigen, dass die Herstellung von patientenindividuellen Zytostatika-Zubereitungen im Land qualitativ hochwertig und entsprechend den ärztlichen Verordnungen erfolgt", sagte Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU).

Als Reaktion auf den Skandal um einen Apotheker aus Bottrop, der in großem Stil Zytostatika gepanscht haben soll, hatte Laumann die Apothekenüberwachung in NRW neu geordnet. Seitdem wurden alle 116 Apotheken, die patientenindividuelle Krebsmedikamente herstellen, durch unangemeldete Inspektionen und unangemeldete Probenentnahmen kontrolliert.

Von 123 analysierten Proben mit unterschiedlichen Wirkstoffen waren 122 nicht zu beanstanden. Bei der einen Ausnahme wurde eine leichte Unterdosierung festgestellt, es gab aber weder Hinweise auf einen systematischen Fehler noch auf eine Patientengefährdung.

Die Vor-Ort-Inspektionen ergaben Dokumentations- und organisatorische Mängel, die beseitigt wurden. Nach Ansicht von Laumann zeigen die festgestellten Mängel, dass Kontrollen zur Sensibilisierung der Apotheken notwendig sind. "Eine beanstandete Probe ist immer noch eine Probe zu viel", so Laumanns Fazit. (iss)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Honorar-Einigung erzielt!

18:30Die Kassenärztliche Bundesvereinigung und der GKV-Spitzenverband haben sich nach siebenstündigen Verhandlungen auf das Honorar für 2019 geeinigt. mehr »

App sorgt für weniger Tage mit Migräne

Bei Einsatz einer Migräne-App lassen sich Kopfschmerztage merklich reduzieren – und zwar um 25 Prozent. Das geht aus einer Studie der Schmerzklinik Kiel und der TK hervor. mehr »

Die Zukunft gehört der sensorischen Zuckermessung

Die Zeiten, in denen sich Diabetiker zur Blutzuckermessung in den Finger stechen müssen, sind wohl bald vorbei. Sensor-Messsysteme bringen neue Möglichkeiten, aber auch Herausforderungen. mehr »