Ärzte Zeitung, 05.01.2016

KV Thüringen

Mehr Respekt für Ärzte gefordert

WEIMAR. "Wir haben Verständnis dafür, wenn Patienten Unzufriedenheit äußern" - etwa bei langen Wartezeiten auf Termine - so der Vorstand der KV Thüringen in einer Mitteilung.

Man nehme diese Äußerungen auch ernst. "Wir fordern jedoch nachdrücklich, diese Unzufriedenheit sachlich auszudrücken." Aber es ist auch mehr Respekt, den die KV gegenüber den Ärzten und der Selbstverwaltung einfordert.

Grund für diese außergewöhnliche Mitteilung zum Jahresstart ist laut der KV eine Häufung verbaler Angriffe auf Vertragsärzte und die KV selbst im vergangenen Jahr.

Gegenseitiger Respekt sei nicht nur eine wichtige Grundlage für ein Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient.

"Respekt ist auch eine Voraussetzung dafür, dass wir junge Ärzte für die künftige Versorgung der Patienten in Thüringen gewinnen können", stellt der KV-Vorstand klar.

Die KV weist darauf hin, dass bestehende Defizite in der ambulanten ärztlichen Versorgung in Thüringen in der Regel nicht auf Pflichtversäumnisse der Ärzte, Psychotherapeuten und ihrer Selbstverwaltung zurückzuführen seien, sondern auf die Rahmenbedingungen der ambulanten Versorgung. (reh)

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