Klinik Report, 13.07.2016

Patientensicherheit

Kongress soll den Blick schärfen

HAMBURG. Sektorenübergreifende Lösungen stehen im Fokus des dritten Hamburger Symposiums Patientensicherheit. Erstmals ist Springer Medizin Medienpartner des Symposiums, das sich außer an Ärzte aus Krankenhäusern und Praxen auch an Pflegekräfte, Vertreter von Krankenkassen und aus dem Gesundheitsmanagement richtet.

"Der Kongress führt die verschiedensten Akteure der gesundheitlichen Versorgung zusammen", sagt Hardy Müller vom Wissenschaftlichen Institut der Techniker Krankenkasse für Nutzen und Effizienz im Gesundheitswesen (WINEG). Das WINEG und die Techniker Krankenkasse sowie die Asklepios Kliniken Hamburg sind Veranstalter des Symposiums.

Müller ist auch Geschäftsführer des Aktionsbündnisses Patientensicherheit, das erstmals die Schirmherrschaft für den Kongress am 16. und 17. September übernommen hat. Ziel ist es, die Patientensicherheit in übergreifenden Kooperationen zu diskutieren. Damit wollen die Veranstalter zwei Ziele erreichen:

Die Akteure sollen durch den Blick über den Sektorenrand voneinander lernen und bei Bedarf Strategien adaptieren.

An den Schnittstellen zwischen den Sektoren sollen Fehler erkannt und minimiert werden.

Zugleich geht der Kongress der Frage nach, welche Erfahrungen aus der Akutmedizin für die Patientensicherheit in der Routineversorgung nützlich sein können. Auch über den Wandel im Grundverständnis von Patientensicherheit (Patient Safety) wird diskutiert.

Bei Patient Safety I zielt das Risikomanagement auf Schadensbegrenzung und Ursachenbekämpfung ab. Patient Safety II fragt dagegen nach den Ursachen für sichere Behandlungen und fokussiert damit auf die Fähigkeit eines Systems, auch unter wandelnden Umständen sichere Behandlungsergebnisse für den Patienten zu erzielen.

Diese neue Dimension wird am ersten Kongresstag nach der Eröffnung durch Hamburgs Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD), Asklepios Geschäftsführer Dr. Thomas Wolfram und TK-Chef Dr. Jens Baas im Mittelpunkt stehen. Schon vor der offiziellen Eröffnung greifen Workshops vor allem für Klinikärzte interessante Aspekte der Patientensicherheit auf. Darunter etwa die Mindestanforderungen an klinische Risikomanagementsysteme, Simulationen im Operationssaal und in der Geburtshilfe und modernes Hygienemanagement im Krankenhaus. Am zweiten Tag, dem internationalen Tag der Patientensicherheit, steht dessen Hauptthema Medikationssicherheit im Mittelpunkt. (di)

3. Hamburger Symposium Patientensicherheit des Wissenschaftlichen Instituts der Techniker Krankenkasse für Nutzen und Effizienz im Gesundheitswesen (WINEG), der TK sowie der Asklepios Kliniken Hamburg am 16. und 17. September 2016 in der Handwerkskammer Hamburg

Anmeldung über:

www.aerzteakademie-hamburg.de

per E-Mail: info.aerzteakademie@asklepios.com

Per Fax: (040)18 18-85 25 44

www.patientensicherheit-hamburg.de

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Das sind die Gewinner des Galenus-von-Pergamon-Preises 2017

Mit dem Galenus-von-Pergamon-Preis wurden erneut exzellente deutsche pharmakologische Grundlagenforschung und die Entwicklung innovativer Arzneimittel gekürt. mehr »

Angst vor Stürzen sorgt für Verzicht auf Antikoagulans

Ein erhöhtes Sturzrisiko ist noch immer der häufigste Grund, auf eine orale Antikoagulation bei Vorhofflimmern zu verzichten. mehr »

"Mehr Geld für Kranke, weniger für Gesunde"

Die Verteilungsregeln für den Finanzausgleich zwischen den Krankenkassen sollen deutlich verändert werden. Das hat ein Expertenkreis beim Bundesversicherungsamt jetzt vorgeschlagen. Die Meinung der Kassen ist geteilt. mehr »