Ärzte Zeitung online, 21.03.2017
 

Topics
Schlagworte
Arzt und Patient (1239)
[22.03.2017, 06:40:47]
Stefan Graf 
Grundübel Anonymität
Früher war anonyme Kritk und Intriganz hochgradig verpöhnt, zeugte von fehlendem Rückgrat und miesem Charakter. "Steh zu Deiner Meinung oder halte den Mund!" Heute ist selbst unflätigstes Beschimpfen unter dem Deckmantel der Anonymität akzeptiert. Die Opfer haben keine Chance der gerichtete Stellungnahme, keine Chance, den Basher zu Rede zu stellen. Der verteidigt nicht selten sein "Heckenschützentum" mit Furcht vor persönlichen Anfeindungen - geradezu grotesk. Selbst Ärzte bewerfen Kollegen auf eigentlich seriösen Fachportalen mit Schmutz - überwiegend anonym natürlich. Ein generelles Verbot annonymer Kommentierung scheint im Licht der immer dreister werdenden Verrohung die einzige Lösung.

Dr. Stefan Graf  zum Beitrag »
[21.03.2017, 19:35:49]
Frank Schlüter 
anonym meckern
In zum Glück seltenen aber regelmäßigen Abständen, meist infolge überzogener und unrealistischer Anspruchshaltung, die dann oft zwangsläufig zu Enttäuschung führt, glauben manche Patienten mal eben ihren Ärger Luft machen zu können, indem sie dem behandelnden Arzt, selbstredend anonym ans Bein pinkeln und sich dann davon machen. Häufig scheinen solche anonymen öffentlichen Negativkommentare auch Ausdruck einer generellen Feindseligkeit und Unzufriedenheit.
Eine Möglichkeit Konflikte mit den Beschwerdeführern zu klären, bevor hier geschäftsschädigend Schaden verursacht wird, ist nicht vorgesehen. Das dürfte dem Geschäftsmodell der Betreiber solcher Portale auch widersprechen. Mit freier Meinungsäußerung hat das ganze, schon wegen der Unverhältnismäßigkeit der oft nichtigen Anlässe und des angerichteten Schadens einer Jahre und jahrelangen öffentlichen Schmähkritik nichts zu tun. zum Beitrag »
[21.03.2017, 15:39:05]
Karlheinz Bayer 
wieder mal eine typische "Güterslohgik"

Immer wieder mal schaue ich in die Portale von AOK oder Jameda und finde in den allermeisten Fällen der Ärztinnen und Ärzte, die ich aufsuche mal eine und mal zwei Bewertungen, meist steinalt. Ein paar ganz wenige - welche die meisten von uns auch kennen als Selbst-Vermarkter - haben Dutzende von Einträgen, welche die Leistungen meist auch noch in höchsten Tönen loben.
Meine Erfahrungen sind, daß sich Mundpropaganda an erster Stelle befindet, und zwar in beide Richtungen.
Ich gehe mal davon aus, daß JAMEDA zum Bertelsmann-Imperium gehört ... zum Beitrag »
[21.03.2017, 14:41:01]
Karl Baczako 
Jameda
Negative, unwahre und unverschämte Bewertungen kommen oft von Patienten, die z.B. keine Wunschmedikamente oder keine unberechtigte AU-Bescheinigung bekommen haben.
Der Arzt ist dann machtlos. Von diesem großartigen Bewertungssystem ist so etwas zu entfernen ist fast unmöglich oder mit viel Ärger verbunden. Die Kommentare bleiben jahrelang erhalten. Das ist leider wahr, darüber schreibt hier niemand.  zum Beitrag »

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Wie Grippeviren ihr Erbgut steuern

Forscher haben nachgewiesen, wie Gene von Influenza-A-Viren an- und abgeschaltet werden. Die Erkenntnisse sollen die Entwicklung neuer Therapien vorantreiben. mehr »

6000 Euro Strafe für Informationen über Abtreibung

Wegen unerlaubter Werbung für Schwangerschaftsabbrüche hat das Amtsgericht Gießen am Freitag eine ortsansässige Allgemeinärztin zu 6000 Euro Geldstrafe verurteilt. mehr »

Mehr Transparenz soll die Wogen der SPRINT-Studie glätten

Der Streit um die SPRINT-Studie hält an. Im Fokus steht die genutzte Methode der Praxisblutdruckmessung, um die sich Gerüchte rankten. Jetzt hat die SPRINT-Gruppe für mehr Transparenz gesorgt. mehr »