Ärzte Zeitung, 27.09.2017
 

Umfrage

Digitalisierung im Arztalltag – Wie stehen Sie dazu?

Gesundheits-Apps liegen im Trend: Ständig drängen neue Anwendungen in den Markt. Dabei finden nur wenige Angebote den Weg in die Regelversorgung. Wie könnte sich das ändern? Und wie könnten Ärzte und Patienten tatsächlich von diesem Trend profitieren? Ihre Meinung ist gefragt.

Digitalisierung im Arztalltag – Wie stehen Sie dazu?

Die Zahl der Gesundheits-Apps und Webdienste für Patienten steigt kontinuierlich. Unklar ist noch, wie sich diese sinnvoll und nutzbringend im Arzt-Patienten-Verhältnis nutzen lassen.

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HAMBURG/BERLIN. Die Zahl der Apps und Webdienste für Patienten steigt stetig: Start-ups und etablierte Unternehmen im Gesundheitssystem bringen immer neue Anwendungen auf den Markt. Sie reichen von Online-Coaching-Programmen, über die Online-Arztsprechstunde bis hin zu Diagnostik- und Therapie-Apps. Die Digitalisierung von unten ist in vollem Gange.

Ihre Meinung ist gefragt

Die Teilnahme dauert ca. fünf bis zehn Minuten. Die Umfrage ist anonym.

Initiatoren sind die DAK, EPatient RSD und "Ärzte Zeitung".

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Doch trotz großer Erwartungen, sind fast alle diese Anwendungen noch weit davon entfernt, in die ärztliche Regelversorgung oder gar in ein reguläres Vergütungssystem integriert zu sein. Und dies, obwohl verstärkt im Ausland schon eine Fülle von Evaluationen und Publikationen einen Nutzennachweis erbracht haben. Viele wissenschaftliche Beiträge, zum Beispiel im Journal of Medical Internet Research (www.jmir.org), zeigen, welche Möglichkeiten die neuen Online- und Mobileanwendungen bereits bieten und wie gut die Ergebnisse, zumindest teilweise, auch wissenschaftlich belegt sind.

Meinung der Ärzte noch zu selten gehört

Dabei ist die Debatte um die Chancen der Digitalisierung noch gar nicht mit allen Beteiligten geführt worden: Ärzte sind bislang noch nicht ausführlich zu ihrer Meinung über die neuen Möglichkeiten der Arzt-Patienten-Interaktion via Apps und im Web befragt worden. Wie sollten neue Leistungen in der schnelllebigen App-Welt ihren Nutzen nachweisen? Wer sollte gegebenenfalls die Finanzierung einer Evaluation übernehmen?

Wie stehen Ärzte generell zu den neuen Leistungen? Was erwarten sie von der Digitalisierung? Heute ist Ihre Meinung gefragt. In einer gemeinsamen Online-Umfrage von SpringerMedizin.de und "Ärzte Zeitung", der DAK Gesundheit und der EPatient RSD GmbH wollen wir herausfinden, wie Sie persönlich zu Gesundheits-Apps und den Chancen der Digitalisierung stehen. Auch der Hartmannbund, der sich seit Jahren intensiv mit den Fragen der Digitalisierung beschäftigt, ist als Partner mit im Boot.

Die Idee zu dem Projekt stammt von Dr. Alexander Schachinger, dem Geschäftsführer der EPatient RSD GmbH. Seit mehreren Jahren führt Schachinger jährlich den EPatient Survey durch, um die Verankerung der neuen Gesundheitswelt bei den Patienten abzufragen.

Denn längst ist eine Parallelwelt zur Regelversorgung entstanden: die Welt der Gesundheits-Apps und -Websites. Allein in Deutschland gibt es 45 Millionen Gesundheits-Surfer und -App-Nutzer. Der Innovationsdruck steigt, aber es ist noch kein Weg in Sicht, wie der Wildwuchs der Apps und Projekte in eine nachhaltige Weiterentwicklung der etablierten Medizin münden könnte.

Über die anonyme Online-Befragung wollen die Projektbeteiligten die Diskussion um die unabhängige Stimme der Ärzte erweitern. Die Umfrage ist ab sofort online erreichbar und wird ca. 4 Wochen laufen. Die Teilnahme dauert ca. fünf bis zehn Minuten. Machen Sie am besten gleich mit! Die "Ärzte Zeitung" und Springer Medizin werden Mitte November ausführlich über die Ergebnisse berichten. (ger))

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