Ärzte Zeitung online, 11.09.2018

EU-Patienten

Ab Oktober Änderungen bei der EHIC

Bei der Europäischen Krankenversichertenkarte (EHIC) treten Anfang Oktober kleinere Änderungen in Kraft.

HAMBURG. Patienten, die im EU- bzw. EWR-Ausland oder der Schweiz versichert sind, müssen bei einer Behandlung in Deutschland die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) vorlegen. Hier stehen kleinere Änderungen an, die zum 01.10.2018 in Kraft treten. Das teilt die KV Hamburg mit und stellt die Änderungen in Kürze vor:

  • Kopie im fahrenden Notdienst Im fahrenden Notdienst ergab sich häufig das Problem, so die KV Hamburg, dass keine Kopie der EHIC angefertigt werden konnte. In der Anlage 20 Bundesmantelvertrag Ärzte (BVM-Ä) werde deshalb eine Ausnahmeregelung aufgenommen. Ab dem 1. 10. dürfen die Daten im fahrenden Notdienst zulässig händisch erfasst werden.
  • Neue Zeile in Patientenerklärung In dem Formular "Patientenerklärung Europäische Krankenversicherung" wird eine neue Zeile "Name des behandelnden Arztes" eingefügt.
  • Neue Anlage 3: Nationaler Anspruchsnachweis Bislang wurde der von der Krankenkasse genehmigte Leistungsumfang bei Patienten, die aus Ländern mit bilateralem Abkommen über soziale Sicherheit (Abkommensrecht) kamen, auf dem Abrechnungsschein (Muster 5 Anlage 2/2a BMV-Ä) dokumentiert. Ab dem 1. 10. gibt es für die Krankenkassen ein gesondertes Formular ("Nationaler Anspruchsnachweis"), um eine bundeseinheitliche Dokumentation zu erreichen.

Außerdem weist die KV Hamburg darauf hin, dass einige österreichische Krankenkassen EHIC ausstellen, bei denen statt des Namens des Versicherten und des Versicherers lediglich die Kennnummer der Karte in Feld 8 angegeben sei. Diese Karten dürften auf keinen Fall akzeptiert werden. Die Patienten müssten eine Ersatzbescheinigung besorgen und vorlegen. (ato)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Freunde hinterlassen Spuren im Gehirn – Rauchen auch

Sport, Alkohol, soziale Kontakte – die Lebensführung spiegelt sich im Gehirn wider, so eine Studie. Und: Raucherhirne laufen auf Hochtouren. Doch das ist nicht positiv gemeint... mehr »

§219a – Eine Reform und ihr Preis

Am Ende ging es schnell: Nach dem Beschluss im Bundestag, dürfen Ärzte künftig informieren, dass sie Abtreibungen anbieten. Glücklich ist mit dem Kompromiss niemand. Auch nicht mit der Studie zu den Folgen einer Abtreibung. mehr »

GBA warnt Spahn vor „Systembruch“

Der Versuch von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, Bewertungsverfahren im Gemeinsamen Bundesausschuss zu umgehen, stößt auf massive Gegenwehr im GBA. mehr »