Ärzte Zeitung online, 16.04.2008

Roche stärkt Sparte Onkologie durch Zukauf

BASEL (dpa/eb). Der Schweizer Pharmakonzern Roche übernimmt für 160 Millionen US-Dollar (rund 100 Mio Euro) die britische Biotechnikfirma Piramed. Damit baue Roche seine Position in der Krebsbekämpfung aus, teilte das Unternehmen mit.

Das 2003 gegründete Unternehmen Piramed erforscht und entwickelt neue Medikamente für die Behandlung bei Krebserkrankungen sowie Entzündungskrankheiten wie Arthritis. Mit der Übernahme stärkt Roche nach eigenen Angaben die Forschungs- und Entwicklungspipeline durch die beiden großen Forschungsprogramme von Piramed mit PI3-K-alpha in der Onkologie und PI3-K-delta bei Entzündungskrankheiten. "Die Integration der vielversprechenden Forschung und Entwicklung von Piramed festigt die führende Stellung von Roche in der Onkologie", sagte William M. Burns, CEO der Division Pharma von Roche.

Gemäß der Vereinbarung wird Roche 100 Prozent der Aktion von Piramed für 160 Millionen US-Dollar (rund 100 Millionen Euro) erwerben. Wie Roche weiter mitteilt, kommen dazu noch 15 Millionen US-Dollar für das Erreichen des ersten Etappenziels, die bei Beginn der klinischen Phase-II-Studien beim Onkologieprogramm fällig werden. Die Transaktion müsse noch von den Wettbewerbsbehörden geprüft werden. Die Übernahme werde voraussichtlich im Laufe des zweiten Quartals 2008 abgeschlossen.

Topics
Schlagworte
Unternehmen (11577)
Krebs (10918)
Organisationen
Roche (711)
Krankheiten
Arthrose (2416)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Asthma – oder nur zu dick?

Wenn keuchende, schwer übergewichtige Patienten in der Praxis über "Asthma" klagen, ist Vorsicht geboten. Denn oft sind die Symptome kein pneumologisches Problem. mehr »

Warum Patienten aggressiver werden

Dass Patienten Ärzte verbal angreifen und bedrohen, kommt in Deutschland immer häufiger vor. Die Gründe dafür sind vielfältig. Vielerorts wappnen sich Mediziner in Praxen und Kliniken gegen die stärker aufkommende Gewalt. mehr »

So berechnen Ärzte den Wirtschaftlichkeitsbonus ihrer Praxis

Die Berechnung des Laborbonus ist nicht ganz einfach zu durchschauen. Aber wer sich damit beschäftigt, kann die Leistungen so zu steuern, dass der Bonus weitgehend erhalten bleibt. Unser Abrechnungsexperte gibt Tipps. mehr »