Ärzte Zeitung online, 23.04.2008

Siemens-Medizin-Vorstand tritt zurück

MÜNCHEN (dpa). In der Schmiergeldaffäre bei Siemens muss ein weiterer Manager seinen Posten räumen. Der seit 1994 für die Medizinsparte verantwortliche Vorstand Erich Reinhardt scheide zum 30. April aus dem Amt, teilte Siemens in München mit und bestätigte damit einen entsprechenden Bericht der "Süddeutschen Zeitung".

Reinhardt ziehe die Konsequenzen aus neuen Erkenntnissen bei der Aufarbeitung der Schmiergeldaffäre. Er sei aber nach heutigen Erkenntnissen nicht persönlich an den Vorfällen beteiligt gewesen, teilte Siemens mit.

"Es gibt keinerlei Zweifel an der persönlichen Integrität Professor Reinhardts. Wir mussten aber feststellen, dass es in dem ehemaligen Bereich Medizintechnik Fehlverhalten gegeben hat, das nicht akzeptabel ist", sagte Aufsichtsratchef Gerhard Cromme. Nachfolger soll der 49-jährige Jim Reid-Anderson werden, bisher Chef der Sparte Diagnostics.

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