Ärzte Zeitung online, 24.04.2008

Rhön-Klinikum startet gut

Frankfurt am Main (dpa). Der Krankenhauskonzern Rhön- Klinikum hat im Auftaktquartal 2008 Umsatz und Gewinn gesteigert sowie die Übernahme weiterer Kliniken in Aussicht gestellt.

Konzernchef Wolfgang Pföhler bekräftigte am Donnerstag in Frankfurt den Aufwärtstrend für das Gesamtjahr: "Wir sind optimistisch und gehen mit breiten Schultern in das Geschäftsjahr 2008."

Ohne Berücksichtigung möglicher Übernahmen sei mit Erlösen in Höhe von knapp 2,1 Milliarden Euro und einem Konzerngewinn von 123 Millionen Euro zu rechnen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr lag der Umsatz bei 2,02 Milliarden Euro (2006: 1,93 Milliarden). Auch der Gewinn erhöhte sich leicht - von 109 auf 111 Millionen Euro.

Auch für 2009 zeigt sich das Unternehmen zuversichtlich und rechnet beim Umsatz mit einem Plus von drei Prozent. Das Ergebnis - moderate Tarifabschlüsse vorausgesetzt - werde einen leicht überproportionalen Zuwachs erzielen, heißt es im Geschäftsbericht.

In den ersten drei Monaten dieses Jahres kletterte der Konzerngewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 17,5 Prozent auf 29,6 Millionen Euro. Der Umsatz verbesserte sich den Angaben zufolge auf 520,7 Millionen Euro - 18,7 Millionen Euro mehr als im ersten Quartal 2007. Mehr als 410 000 Patienten wurden von Januar bis März behandelt; das waren 5,5 Prozent mehr als noch im Vorjahresquartal. Zum 31. März dieses Jahres arbeiteten in den 46 Konzernkliniken mit über 14 500 Betten gut 32 300 Menschen. Lohnsteigerungen im laufenden Geschäftsjahr sollten durch Rationalisierungsmaßnahmen und ein breiteres Leistungsspektrum finanziert werden, sagte der Konzernchef.

Die Rhön-Kliniken sind auf die Übernahme, Sanierung und Betreibung von öffentlichen Kliniken spezialisiert und geht davon aus, dass bei den Ländern und Kommunen die Spielräume zur Fortführung ihrer Krankenhäuser unter eigener Trägerschaft deutlich abnehmen. Für die Aufnahme weiterer Krankenhäuser sei Rhön-Klinikum gut aufgestellt, hieß es.

Der börsennotierte Klinikkonzern zählt neben den zu Fresenius gehörenden Helios-Kliniken und Asklepios zu den drei großen Krankenhausbetreibern in Deutschland.

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