Ärzte Zeitung online, 15.10.2008

US-Konzern Johnson & Johnson erhöht Prognose nach Gewinnsprung

NEW BRUNSWICK (dpa). Der amerikanische Kosmetik- und Medizin-Konzern Johnson & Johnson hat nach einem Ergebnissprung seine Gewinnprognose für dieses Jahr nochmals erhöht.

Der Überschuss kletterte im dritten Quartal trotz eines schwachen Pharmageschäfts um rund 30 Prozent auf 3,3 Milliarden Dollar (2,4 Mrd Euro). Der Umsatz stieg wegen des starken Auslandsgeschäfts um mehr als sechs Prozent auf 15,9 Milliarden Dollar, wie der Konzern am Dienstag in New Brunswick (New Jersey) mitteilte.

Besonders gut liefen Kosmetik und Körperpflege mit Marken wie bebe, Penaten und Neutrogena sowie die Medizintechnik.

Dagegen kämpft Johnson & Johnson in der Pharmasparte weiter mit der Konkurrenz billigerer Nachahmer-Medikament (Generika), räumte Konzernchef William Weldon ein. Johnson & Johnson übertraf mit seinen Zahlen die Erwartungen der Analysten. Die Aktie legt zum US-Handelsstart in New York um mehr als fünf Prozent zu.

Fast die Hälfte des Umsatzzuwachses verdankte der Konzern Wechselkursvorteilen durch den schwachen Dollar. Außerhalb der USA lief das Geschäft im Schnitt weit besser als auf dem von Finanzkrise und Wirtschaftsflaute belasteten Heimatmarkt, wo der Umsatz praktisch stagnierte.

Für das Gesamtjahr erhöhte der US-Konzern bereits zum dritten Mal seine Prognose. Johnson & Johnson rechnet nun mit einem Gewinn je Aktie zwischen 4,50 und 4,53 Dollar.

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