Ärzte Zeitung online, 24.11.2008

Banken drängen auf ratiopharm-Verkauf

ULM (eb/dpa). Beim Pharmahersteller ratiopharm machen sich nach Angaben der Muttergesellschaft VEM Vermögensverwaltung mehrere Banken für einen Verkauf des Unternehmens stark.

Nachdem der Unternehmer Adolf Merckle an der Börse mit VW-Aktien einen dreistelligen Millionenbetrag verloren hatte (wir berichteten), sollen derzeit rund 40 Banken an Gesprächen über die Stabilisierung des Firmenimperiums beteiligt sein. Laut Ludwig Merckle, Geschäftsführer der ratiopharm Muttergesellschaft VEM Vermögensverwaltung GmbH, drängen diese "massiv" auf einen Verkauf von ratiopharm oder anderen Beteiligungen. Dies verkündete Merck auf einer Betriebsversammlung am Montagnachmittag.

Dabei sieht die Geschäftsentwicklung der ratiopharm Gruppe in den ersten drei Quartalen recht positiv aus. Wie Oliver Windholz, Vorsitzender der Geschäftsführung auf der Betriebsversammlung berichtete, konnten die Marktanteile in Deutschland gegenüber Jahresbeginn deutlich ausgebaut und auch der Umsatz im internationalen Geschäft gesteigert werden.

2008 habe die ratiopharm Gruppe die höchste Zahl an Forschungs- und Entwicklungsprojekten in der Firmengeschichte verzeichnet. Mit einer grundlegenden Restrukturierung wolle ratiopharm seine Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig sichern. Die ersten Maßnahmen sollen laut Windholz ab Anfang 2009 umgesetzt werden.

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