Ärzte Zeitung online, 28.11.2008

Siemens verliert Medizintechnik-Vorstand nach nur sieben Monaten

MÜNCHEN (dpa). Der Mischkonzern Siemens verliert nach nur sieben Monaten den für Medizintechnik zuständigen Vorstand Jim Reid-Anderson. Auch der Finanzchef des Sektors geht. Die Stellen werden intern neu besetzt. Anderson verlasse das Unternehmen "aus persönlichen Gründen", teilte Siemens am Freitag nach einer Aufsichtsratssitzung in München mit.

Sein familiärer Lebensmittelpunkt in den USA und der Dienstsitz in Erlangen seien auf Dauer nicht miteinander vereinbar gewesen. Nachfolger wird zum 1. Dezember Technologie-Vorstand Hermann Requardt, der die neue Aufgabe zusätzlich zu seiner bisherigen übernimmt.

Reid-Anderson war erst im April als Ersatz für den im Zuge der Schmiergeld-Affäre zurückgetretenen Erich Reinhardt in sein Amt gekommen. Der Amerikaner leitete zuvor den US-amerikanischen Diagnostika-Hersteller Dade Behring, den Siemens 2007 übernommen hatte. Aufsichtsrats-Chef Gerhard Cromme bedauerte Reid-Andersons Entschluss. Reid-Anderson bleibt dem Unternehmen als Berater für die Integration von Dade Behring erhalten.

Gleichzeitig geht auch der Finanzchef des Sektors, Klaus Stegemann. Ihm folgt der bisherige Leiter der Investor Relations, Michael Sen.

Topics
Schlagworte
Unternehmen (10959)
Organisationen
Siemens (569)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Hoffnung für Leukämiepatienten

In den USA steht die erste Gentherapie zur Behandlung von Krebskranken vor der Zulassung. Auch in Deutschland dürfte es nicht mehr allzu lange dauern, bis es so weit ist. mehr »

Kaugummi erkennt Infektionen im Mund

Ein neuer Kaugummi-Schnelltest soll künftig dabei helfen, bakterielle Entzündungen früh im Mund zu erkennen. Die Idee ist so einfach wie hilfreich: Durch Kauen erkennt der Patient selbst, ob es ein Problem gibt. mehr »

Zwangsbehandlung nur als letztes Mittel

Das Bundesverfassungsgericht setzt enge Vorgaben für die Behandlung von nicht einsichtsfähigen Patienten gegen ihren Willen. Die Richter fordern ein Gesetz, das die Voraussetzungen für eine Zwangsbehandlung klar benennt. mehr »