Ärzte Zeitung online, 05.01.2009

Fehlerhafte Kindernahrung: Verfahren im Fall Humana eingestellt

BIELEFELD (dpa). Mehr als fünf Jahre nach dem Skandal um fehlerhafte Babynahrung in Israel hat die Staatsanwaltschaft Bielefeld ein Verfahren wegen fahrlässiger Tötung gegen Zahlung von Geldbußen vorläufig eingestellt.

Sowohl die vier Beteiligten - ehemalige Mitarbeiter des Milchverarbeiters Humana - als auch das Landgericht Bielefeld hätten diesem Schritt zugestimmt, sagte Oberstaatsanwalt Reiner Baumgart am Montag in Bielefeld. Die vier Beschuldigten müssten zwischen 6000 bis 20 000 Euro an das Kinderhilfswerk Unicef zahlen.

Im Herbst 2003 waren in Israel zwei Säuglinge gestorben und mehrere Kleinkinder erkrankt, nachdem sie mit der von Humana im Auftrag des israelischen Unternehmens Remedia hergestellten Babynahrung gefüttert worden waren. Humana und Remedia gaben daraufhin zu, dass die Sojamilch zu wenig Vitamin B 1 enthalten hatte. Die Herstellerfirmen hatten sich später mit den Eltern einiger dauerhaft erkrankter Kinder auf Entschädigungen geeinigt.

Topics
Schlagworte
Unternehmen (11102)
Organisationen
Humana (9)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Tumorpatienten bei Schmerztherapie unterversorgt

Viele Krebskranke erhalten keine adäquate Schmerztherapie. Das hat eine erste Analyse der Online-Befragung "PraxisUmfrage Tumorschmerz" ergeben. mehr »

ADHS-Arznei lindert Apathie bei Alzheimer

Eine Therapie mit Methylphenidat kann die Apathie bei Männern mit leichter Alzheimerdemenz deutlich zurückdrängen. mehr »

Zehn Jahre "jünger" durch Sport

Wer Sport treibt, ist motorisch gesehen im Schnitt zehn Jahre jünger als ein Bewegungsmuffel. mehr »