Ärzte Zeitung online, 12.01.2009

Europäer erwarten grundlegende Wohlstandswende

HAMBURG (dpa). Die Europäer blicken sorgenvoll in die Zukunft und erwarten eine grundlegende Wohlstandswende mit weitreichenden Folgen. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Studie der Stiftung für Zukunftsfragen in neun europäischen Ländern.

Danach befürchten die Menschen eine Preisexplosion der Güter des täglichen Lebens, insbesondere der Lebensmittel (61 Prozent) sowie eine größer werdende Kluft zwischen Arm und Reich (57 Prozent) mit der Folge von Altersarmut (52 Prozent). Immer mehr Menschen werden in Zukunft auf Zweit- und Nebenjobs (50 Prozent) angewiesen sein oder gar "bis zum 75. Lebensjahr arbeiten müssen" (41 Prozent).

"Zukunftshoffnung können sich immer weniger Europäer leisten. Sie müssen erkennen, dass kein Land mehr allein in der Lage ist, die wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Globalisierung zu meistern", sagte der Leiter der Stiftung, Prof. Horst W. Opaschowski, am Montag in Hamburg. Die Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung müsse daher zur wichtigsten Zukunftsaufgabe europäischer Sozialpolitik werden.

Für die Studie wurden Personen in den neun Ländern Deutschland, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Österreich, Russland, Spanien und der Schweiz befragt.

www.stiftungfuerzukunftsfragen.de

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