Ärzte Zeitung online, 12.01.2009

Nummer ziehen für den Ticketkauf

BERLIN (dpa). Beim Ticketkauf am Bahn-Schalter sollen Fahrgäste künftig schneller zum Zug kommen. Um Wartezeiten zu verkürzen, können Kunden in 31 großen Reisezentren bald wie bei Ämtern Nummern ziehen und werden dann über Bildschirme an freie Schalter gerufen

Das teilte der bundeseigene Konzern am Montag in Berlin mit. Wo es baulich möglich ist, sollen auch Sitzgelegenheiten geschaffen werden. Die bundesweit 40 größten Stationen erhalten darüber hinaus "Sofortfahrer-Schalter" für eilige Reisende, die ohne Beratung abfahren wollen. In vielen Reisezentren können außerdem ab sofort persönlich oder per Postkarte Termine für ausführlichere Beratungen vereinbart werden. Die Deutsche Bahn hat insgesamt gut 400 Reisezentren.

Der Fahrgastverband Pro Bahn begrüßte die Neuerungen. "Das ist eine gute Sache für große Reisezentren", sagte der Vorsitzende Karl-Peter Naumann der dpa. Die Bahn dürfe darüber aber die Schalter in kleineren Städten nicht vergessen. An Sofortfahrer-Schaltern sollte zudem konsequent darauf geachtet werden, dass es dort tatsächlich keine längeren Beratungen gebe.

Der Vertriebschef des Bahn-Personenverkehrs, Jürgen Büchy, nannte als Ziel der Maßnahmen, "95 Prozent der Kunden innerhalb einer Wartezeit von zehn Minuten zu bedienen". Das Aufrufsystem war seit vergangenem April im Bahnhof Ingolstadt getestet worden und sei gut angekommen. Bis März sollen nun zunächst 28 Reisezentren damit ausgestattet werden, unter anderem in den großen Hauptbahnhöfen von Frankfurt/Main, Hamburg und München. Im Lauf des Jahres folgen die Hauptbahnhöfe Düsseldorf, Köln und Karlsruhe.

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