Ärzte Zeitung online, 26.01.2009

Bedeutende Fusionen und Übernahmen in der Pharmabranche

HAMBURG (dpa). Die internationale Pharmabranche hat sich in den vergangenen Jahren mit einigen Übernahmen und Fusionen neu geordnet. Die spektakulärsten Zusammenschlüsse:

6. Oktober 2008: Der US-Pharmakonzern Eli Lilly siegt in einem Bieterwettstreit und will die US-Biotechfirma ImClone für rund 6,5 Milliarden Dollar (rund 5 Milliarden Euro) übernehmen. Der Krebstherapie- Spezialist ImClone empfiehlt seinen Aktionären die Annahme des Angebots.

21. Juli 2008: Der Pharmakonzern Roche teilt den Plan zur größten Übernahme in der Schweizer Firmengeschichte mit. Für 43,7 Milliarden Dollar (rund 33,7 Milliarden Euro) will Roche seine amerikanische Tochtergesellschaft Genentech vollständig übernehmen. Der Konzern hält bereits 55,9 Prozent an dem US-Biotechnologieunternehmen.

18. Juli 2008: Der weltgrößte Hersteller von Generika Teva aus Israel will den amerikanischen Konkurrenten Barr Pharmaceuticals für 7,46 Milliarden Dollar (5,7 Milliarden Euro) übernehmen.

10. April 2008: Das Aachener Biotechnologie-Unternehmen Paion will den britischen Pharmahersteller CeNeS übernehmen. Der Rahmen der Transaktion wird mit rund 13,7 Millionen Euro angegeben.

13. Mai 2007: Der Darmstädter Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck KGaA gibt den Verkauf seines weltweiten Generikageschäfts für 2,9 Milliarden Euro an das US-Unternehmen Mylan Laboratories bekannt.

12. März 2007: Der niederländische Chemiekonzern Akzo Nobel verkauft seine Pharmasparte Organon für elf Milliarden Euro an den US-Konzern Schering-Plough.

25. September 2006: Das Monheimer Familienunternehmen Schwarz Pharma AG geht für 4,4 Milliarden Euro an den belgischen Wettbewerber UCB SA. Durch den Zusammenschluss entsteht nach Angaben der Firmen eines des weltweit führenden biopharmazeutischen Unternehmen.

21. September 2006: Die Darmstädter Merck KGaA kauft für rund 10,6 Milliarden Euro Europas größten Biotechnologie-Anbieter Serono aus der Schweiz und steigt damit zur Nummer drei in Deutschland auf.

26. Juni 2006: Der US-Pharma- und Konsumgüterriese Johnson & Johnson übernimmt die Verbraucherproduktionssparte des weltgrößten Pharmakonzerns Pfizer für 16,6 Milliarden Dollar (12,8 Milliarden Euro).

14. Juni 2006: Der Pharmariese Bayer entscheidet den Übernahmekampf um das Pharmaunternehmen Schering für sich. Die Merck-Gruppe lenkt ein und bietet Bayer ihr Schering-Aktienpaket in Höhe von knapp 22 Prozent an. Die Transaktion übertrifft den ursprünglichen Wert der Übernahme von 16,5 Milliarden Euro um mehrere 100 Millionen.

25. Januar 2006: Der amerikanische Medizintechnik-Konzern Boston Scientific Corp. gewinnt die seit Dezember 2005 laufende Übernahmeschlacht um das US-Unternehmen Guidant Corp. gegen den Pharmariesen Johnson & Johnson. Boston Scientific zahlt insgesamt rund 27 Milliarden Dollar (20,8 Milliarden Euro).

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