Ärzte Zeitung online, 03.06.2009

HeidelbergCement verhandelt über Umschuldung

FRANKFURT/HEIDELBERG (dpa). Der hoch verschuldete Baustoffkonzern HeidelbergCement hat einem Pressebericht zufolge nur noch gut zwei Wochen Zeit, um eine Insolvenz abzuwenden. Die Verhandlungen mit den mehr als 40 Banken liefen in die richtige Richtung, eine Handvoll kleinerer Banken müssten jedoch noch überzeugt werden.

Das berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Mittwoch) unter Berufung auf Finanzkreise. Der Finanzpakt solle bis 10. Juni unterschrieben werden, tatsächlich dürfte das Pokern bis zum 18. Juni andauern. Dann läuft der Zeitung zufolge der Überbrückungskredit in Höhe von 600 Millionen Euro aus, den die Banken Mitte Mai bewilligt hatten.

Der HeidelbergCement-Vorstand habe angeblich das Recht, diesen Kredit um vier Wochen zu verlängern. Dies solle aber vermieden werden, um den Druck zur Einigung aufrechtzuerhalten. Die Hoffnung auf eine kurz bevorstehende Einigung mit den Banken und somit eine Finanzrestrukturierung des Konzerns hatten am Dienstag den Aktienkurs beflügelt. Das Papier des Heidelberger Konzerns gewann bis zum Börsenschluss 7,29 Prozent auf 28,71 Euro.

Der mehrheitlich zur finanziell angeschlagenen Unternehmerfamilie Merckle gehörende Baustoffkonzern muss neun Milliarden Euro umschulden. Die Schuldenlast resultiert aus dem 14 Milliarden Euro teuren Kauf des britischen Konkurrenten Hanson im Jahr 2007. Eine Staatsbürgschaft habe HeidelbergCement dem Vernehmen nach nicht beantragt, hieß es weiter. Allerdings liebäugele der Konzern mit einem Kredit der KfW.

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