Ärzte Zeitung online, 07.07.2009

Krümmel-Abschaltung beschädigt Bayer-Anlage

LEVERKUSEN (dpa). Die Abschaltung des Atomkraftwerks Krümmel hat ein Chemiewerk des Bayer-Konzerns in Brunsbüttel beschädigt. Durch den starken Spannungsabfall sei ein Schaden an der Chlorelektrolyseanlage entstanden, teilte die Tochterfirma Bayer Material Science am Dienstag in Leverkusen mit.

Wegen der eingeschränkten Chlorversorgung könne die dortige Anlage zurzeit nur mit deutlich reduzierter Kapazitätsauslastung betrieben werden.

Wann der Schaden behoben sein wird und die Produktion wieder in vollem Umfang zur Verfügung stehe, konnte das Unternehmen nicht sagen. Der dort produzierte Rohstoff TDI wird zur Herstellung von Polyurethan-Weichschaum für Polstermöbel, Matratzen und Autositze verwendet. Bayer MaterialScience gehört mit einem Umsatz von knapp 10 Milliarden Euro (2008) zu den weltweit größten Polymer-Unternehmen.

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