Ärzte Zeitung online, 13.07.2009

Philips meldet erneut starken Gewinneinbruch

AMSTERDAM (dpa/ava). Der niederländische Elektronik- und Medizintechnikkonzern Philips muss wegen der Wirtschaftskrise weitere schwere Gewinneinbußen verkraften. Der Reingewinn im zweiten Quartal 2009 ging im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres um fast 95 Prozent auf 45 Millionen Euro zurück, wie der Konzern am Montag mitteilte.

Die Erlöse mit Unterhaltungselektronik gingen erneut um 30 Prozent zurück. Trotzdem schaffte es das Unternehmen, dank des Verkaufs der Anteile am britischen Set-Top-Boxen-Hersteller Pace unterm Strich schwarze Zahlen zu schreiben und kam auf einen Nettogewinn von 45 Millionen Euro. Den geringsten Einbruch verzeichnete Philips im Medizinsektor. Dort gingen die Umsätze lediglich um fünf Prozent auf 1,87 Milliarden Euro zurück. Der Umsatz mit Lampen für Wohnungen und Automobile im Sektor Lighting schrumpfte dagegen um 18 Prozent auf 1,55 Milliarden Euro.

2008 hatte der Hersteller von Medizintechnik, Fernsehgeräten, DVD- Rekordern und anderen Elektroerzeugnissen im zweiten Quartal noch einen Netto-Gewinn von 735 Millionen Euro verzeichnet. Der Gesamtumsatz ging im Jahresvergleich um rund 19 Prozent von 6,4 Milliarden auf 5,2 Milliarden Euro zurück. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verschlechterte sich von 303 Millionen Euro auf acht Millionen Euro.

Philips habe erwartungsgemäß "in den letzten drei Monaten keine Verbesserung der Lage auf den Verbraucher- oder Industrie-Märkten erlebt", erklärte Konzern-Chef Gerard Kleisterlee. Es sei dennoch gelungen, ein positives Netto-Einkommen zu erwirtschaften. "Während dieses Quartals haben wir erste positive Ergebnisse unseres strikten Kostenmanagements gesehen, während wir uns weiter darauf konzentrieren, Philips effizienter zu machen." Im ersten Quartal 2009 hatte Philips unter dem Strich noch einen Verlust von 57 Millionen Euro verbucht - nach einem Gewinn 294 Millionen Euro im gleichen Zeitraum 2008.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Vom Chefarzt zum Hausarzt-Assistenten

Selten dürfte es sein, wenn nicht einmalig: Dr. Roger Kuhn hat seinen Chefarztposten im Krankenhaus aufgegeben, um in einer Hausarztpraxis zu arbeiten – als Assistent. mehr »

Keine Notdienstpflicht für ermächtigte Krankenhausärzte

Muss ein ermächtigter Klinikarzt auch KV-Notdienst leisten? Nein, hat das Bundessozialgericht jetzt entschieden. mehr »

Wenn die Depressions-App zweimal klingelt

Smartphone-Apps könnten helfen, eine beginnende Depression oder ein hohes Suizidrisiko aufzuspüren. Lernfähige Algorithmen könnten ein verändertes Nutzerverhalten erkennen – und notfalls Alarm schlagen. mehr »