Ärzte Zeitung online, 21.07.2009

Wyeth-Aktionäre stimmen Übernahme durch Pfizer zu

NEW YORK (dpa). Grünes Licht gaben die Wyeth-Aktionäre für die Milliardenübernahme des US-Pharmakonzerns Wyeth durch den Weltmarktführer Pfizer. Die Wyeth-Anteilseigner stimmten bei ihrer Hauptversammlung am Montag in Morristown (New Jersey) zu mehr als 98 Prozent für das Geschäft, wie Wyeth mitteilte.

Der ebenfalls amerikanische Pfizer-Konzern zahlt für den Biotechnologie-Spezialisten Wyeth 68 Milliarden Dollar (ca. 47,9 Milliarden Euro) in Bargeld und Aktien. Die Ende Januar verkündete Übernahme ist einer der größten Deals der vergangenen Jahre (wir berichteten).

Die US-Wettbewerbshüter müssen den Kauf jedoch noch genehmigen. Am vergangenen Freitag hatte die EU-Kommission bereits unter Auflagen zugestimmt. Pfizer muss wie schon zugesagt bestimmte Geschäftsfelder abgeben - vor allem im Bereich der Tiermedizin.

Beim angepeilten Abschluss der Übernahme noch in diesem Jahr liegen die Unternehmen nach eigenen Angaben im Zeitplan. Im Zuge des Kaufs fallen tausende Stellen weg und Werke werden geschlossen.

Zu Pfizers Produktpalette gehört das Potenzmittel Sildenafil (Viagra®) und der Blutfettsenker Lipitor, der in Deutschland unter der Bezeichnung Sortis® (Atorvastatin) auf dem Markt ist. Sortis® ist das meistverkaufte Medikament der Welt. Wyeth vermarktet unter anderem das Anti-Depressivum Effexor (in Deutschland Trevilor®, Wirkstoff Venlafaxin) und den Pneumokokken-Impfstoff Prevenar® für Kinder.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Diese Akuttherapie lässt Hypertoniker Berge erklimmen

Wenn Hypertoniker in großen Höhen kraxeln, steigt ihr Blutdruck viel stärker an als bei ähnlicher Belastung auf tieferem Niveau. Eine Akuttherapie kann dagegen helfen, berichten Ärzte. mehr »

Nach Laborreform - Alte EBM-Nummer, aber neue Fallen für den Bonus

So viel hat sich bei den Ausnahme-Kennnummern im Labor zum 1. April gar nicht geändert. Doch ihre Wirkung auf Laborkosten ist völlig anders als bisher. Lesen Sie am Beispiel des Diabetes, wie Sie neue Fallen im Labor vermeiden. mehr »

Neue MS-Medikamente für weniger Schübe und weniger Behinderung

Wie innovative Medikamente und neue Behandlungsrichtlinien die Therapie bei MS optimieren – das ist ein Schwerpunkt beim Kongress der Europäischen Neurologen in Lissabon. mehr »