Ärzte Zeitung online, 22.07.2009

Schweinegrippe beschert GlaxoSmithKline gutes Geschäft

LONDON (dpa). Nach dem Ausbruch der Schweinegrippe floriert beim Pharmakonzern GlaxoSmithKline das Geschäft. Es seien weltweit bereits Verträge über die Herstellung von 195 Millionen Dosen eines Impfstoffes festgeschrieben worden, teilte das britische Unternehmen heute in London mit.

Der Konzern erwarte weiter "erhebliche Bestellungen" für den Impfstoff gegen das H1N1-Virus. Die Auslieferung sei in der zweiten Jahreshälfte 2009 und zu Beginn des nächsten Jahres zu erwarten. Das Unternehmen sei wegen des Impfstoffes mit 50 Ländern in Gesprächen, sagte Glaxo-Chef Andrew Witty.

Zudem kündigte der Konzern an, bis Ende des Jahres das Grippemedikament Relenza® (Zanamivir) auf 190 Millionen Dosen pro Jahr zu verdreifachen. In der Impfstoffsparte, die durch die Schweinegrippe in den Fokus gerückt ist, stieg der Umsatz im zweiten Quartal um 14 Prozent.

Wegen der Konkurrenz durch Nachahmerprodukte in den USA setzte Glaxo insgesamt jedoch weniger um als im Vorjahreszeitraum. Umsatz und Gewinn lagen dennoch über den Erwartungen des Marktes. Der Umsatz fiel im zweiten Quartal bei konstanten Währungen um zwei Prozent auf 6,7 Milliarden Pfund (7,7 Milliarden Euro). Der Gewinn nach Steuern ging um sieben Prozent auf rund 1,6 Milliarden Pfund zurück.

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