Ärzte Zeitung online, 18.08.2009

Schüler geben Uniklinik Mannheim Verbesserungsvorschläge

MANNHEIM (eb). Welchen Herausforderungen stehen Krankenhäuser gegenüber? Mit dieser Frage beschäftigten sich Elftklässler der Integrierten Gesamtschule Mannheim-Herzogried. Am Ende des Prozesses entwickelten sie auch Verbesserungskonzepte.

Unter dem Motto "Jugend denkt Zukunft" lernten die Schüler eine Woche lang viel über Logistik und Kommunikation im Universitätsklinikum Mannheim (UMM). Zu den verschiedenen Themenbereichen gründeten die Jugendlichen fiktive Unternehmen, mit denen sie sich auf einer imaginären Zukunftsmesse präsentierten.

Das Unternehmen "wait and more" etwa befragte Patienten zum Thema Wartezeiten in den Ambulanzen. Aus den Ergebnissen schloss die Gruppe, dass mehr für den Zeitvertreib der Wartenden getan werden muss. Ihre Vorschläge: Mehr Wasserspender sollten aufgestellt und Zeitschriften ausgelegt werden; Sitzkissen müssten zur Verfügung stehen; Spielmöglichkeiten für Kinder sollte es ihrer Ansicht nach nicht nur im Kinderzentrum geben; schließlich könnte auch ein plätschernder Indoor-Springbrunnen eine beruhigende Wirkung auf die Ambulanz-Patienten haben.

Mit dem Thema Logistik hatte sich die "A-Team-Company" auseinandergesetzt. Sie machte unter anderem innovative Vorschläge zur Automatisierung im Zentrallager sowie zur Zusammenarbeit mit Speditionen und überzeugte vor allem mit dem Slogan: "Wir machen Ihr System mit System zu einem guten System!"

Alfred Dänzer, Sprecher der UMM-Geschäftsführung, fasste die Eindrücke aus der Abschlussveranstaltung zusammen: "Das war die umgekehrte Schulsituation: Nicht die Schüler haben gelernt, sondern sie haben uns vor Aufgaben gestellt, die wir nun lösen müssen!"

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