Ärzte Zeitung online, 21.08.2009

Entscheidung zum Flughafenausbau in Frankfurt geht wohl in nächste Instanz

KASSEL (dpa). Der Frankfurter Flughafen darf ausgebaut werden. Der Kasseler Verwaltungsgerichtshof (VGH) gab am Freitag grünes Licht für das Milliardenprojekt. Allerdings machten die höchsten Verwaltungsrichter Hessens Einschränkungen. Die Zahl der Nachtflüge zwischen 23 und 5 Uhr müsse neu geregelt werden. Hierzu ließ der VGH auch eine Revision zum Bundesverwaltungsgericht zu.

Der Flughafenbetreiber Fraport will für vier Milliarden Euro eine vierte Bahn und ein drittes Terminal bauen. Die neue Landebahn soll im Herbst 2011 in Betrieb genommen werden. Bislang zählt der Flughafen jährlich gut 50 Millionen Fluggäste und arbeitet am Rand seiner Kapazität. Für das Jahr 2020 werden 88 Millionen Passagiere erwartet. Befürworter erhoffen sich 40 000 neue Arbeitsplätze.

Vor dem VGH hatten Gegner des Ausbaus wie Anrainerkommunen und Umweltverbände geklagt, aber auch die Lufthansa, der die Nachtflugregeln zu streng sind.

Über den Ausbau des Frankfurter Flughafens wird nach dem VGH voraussichtlich auch das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig entscheiden müssen. Nach dem grünen Licht der höchsten Verwaltungsrichter Hessens kündigten mehrere Prozessbeteiligte an, "definitiv" in die nächste Instanz gehen zu wollen. "Wir sehen uns in Leipzig wieder", sagte der Vertreter der Stadt Offenbach, Reiner Geulen. Auch andere Anwälte wollen die Kasseler Entscheidung nicht hinnehmen.

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