Ärzte Zeitung online, 25.08.2009

Zeitung: Linde will in Deutschland bis zu 600 Stellen abbauen

MÜNCHEN (dpa). Der Industriegase-Spezialist Linde, er auch im Kliniksektor aktiv ist, will nach einem Zeitungsbericht im Zuge seines Sparprogramms bis zu 600 Stellen in Deutschland streichen. Dies wären insgesamt sieben bis acht Prozent aller Stellen in Deutschland, berichtete die "Financial Times Deutschland" (Dienstag) unter Berufung auf interne Dokumente.

Ein Unternehmenssprecher wollte sich zu den Zahlen nicht äußern, erklärte aber: "Natürlich gibt es auch in Deutschland Anpassungen." In konstruktiven Gesprächen mit den Arbeitnehmervertretern seien Lösungen gefunden worden. "Damit sind sehr gute Voraussetzungen geschaffen worden, um auf betriebsbedingte Kündigungen verzichten zu können."

Das Unternehmen, das auch im Kliniksektor in der Versorgung mit medizinischen Gasen aktiv ist, beschäftigt in Deutschland rund 7500 Mitarbeiter. Das Unternehmen leidet wie viele andere Konzerne unter der Wirtschaftskrise und hatte im Mai ein Sparprogramm auf den Weg gebracht, dem weltweit 3000 der insgesamt 51 000 Stellen zum Opfer fallen sollen. Unklar ist bislang aber die regionale Aufteilung. Der Stellenabbau soll in diesem Jahr weitgehend beendet werden. Die Zahl der Beschäftigten lag Ende des ersten Halbjahres weltweit bereits um 2700 unter Vorjahr.

Mit dem Sparprogramm will das Unternehmen bis 2012 insgesamt 650 bis 800 Millionen Euro einsparen. Nach deutlichen Rückgängen bei Umsatz und Gewinn im ersten Halbjahr 2008 hatte der Konzern die Hoffnung auf Zuwächse im Gesamtjahr 2009 aufgegeben. Zwar erwartet Konzernchef Wolfgang Reitzle für die zweite Jahreshälfte eine bessere Geschäftsentwicklung als in den ersten sechs Monaten, das Rekordniveau von 2008 werde aber nicht erreicht, erklärte er Anfang August.

Topics
Schlagworte
Unternehmen (11589)
Finanzen/Steuern (10768)
Organisationen
Linde (70)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Resolution gegen DSGVO-Verunsicherung und Abmahn-Angst

Nach einer ersten Abmahnwelle in Bremen wächst bei Ärzten die Verunsicherung wegen der Datenschutzgrundverordnung. 60 Verbände und die KBV haben darauf nun reagiert. mehr »

Der kleine Unterschied ist größer als gedacht

Krankheiten verlaufen bei Männern und Frauen unterschiedlich, das ist bekannt. Die Gendermedizin deckt immer mehr die geschlechtsspezifischen Besonderheiten auf. mehr »

Neue Leitlinie stärkt medikamentöse ADHS-Therapie

In den neuen S3-Leitlinien zu ADHS wird die medikamentöse Therapie bei mittelschweren Symptomen gestärkt. Experten betonen aber, dass die Arzneien nur ein Teil eines umfassenden Therapiekonzepts sein dürfen. mehr »