Ärzte Zeitung online, 24.09.2009

Nintendo senkt Preis für Spielkonsole Wii

KYOTO (dpa). Mit einer kräftigen Preissenkung will Nintendo den zuletzt rückläufigen Absatz seiner Spielkonsole Wii ankurbeln. In den USA sinke der Preis Ende September von 250 auf 200 Dollar, kündigte der Elektronikhersteller auf der Computerspielmesse Tokyo Game Show in der japanischen Hauptstadt an.

Anfang Oktober soll das Gerät auch in Japan und Europa billiger werden - den Umfang nannte das Unternehmen auf Nachfrage jedoch nicht. In Deutschland beträgt der Preis bislang knapp 250 Euro. Die Konkurrenten Microsoft und Sony hatten zuletzt ebenfalls die Preise ihrer Geräte gesenkt. Die Wii ist mit mehr als 50 Millionen abgesetzten Einheiten die meistverkaufte Konsole der aktuellen Generation weltweit.

Nintendo hatte den Preis der Wii seit der Einführung im Jahr 2006 konstant gehalten. "Der Zeitpunkt der Preissenkung war sehr gut, weil der Absatz nachließ", sagte der japanische Analyst Etsuko Tamura von Mizuho Investors Securities. In den USA sanken die Verkaufszahlen laut dem Marktforschungsinstitut NPD Group mehrere Monaten in Folge. Auch in Deutschland schwächelte Nintendo und fiel nach dpa-Informationen zuletzt hinter Sony mit seiner Playstation 3 zurück.

Die Spielkonsole Wii ist mit Bewegungssensoren ausgestattet und bietet Sportprogramme wie Boxen, Golfen und Tennis - allerdings mit reduziertem körperlichen Einsatz. Wii wird auch für therapeutische Zwecke eingesetzt, beispielweise in der Schlaganfallrehabilition.

Lesen Sie auch:
Die Medizin entdeckt die Computerspiele
Fitness-Videospiele auf dem Sofa

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Die häufigsten Fehler bei der Opioid-Therapie

Nehmen Patienten Opioide ein, müssen sie einiges beachten. Manches Missverständnis und mancher Einnahmefehler können Ärzte mit zwei Sätzen der Erklärung ausräumen. mehr »

Spahn bleibt bei Sprechstundenzeiten hart

Das Termineservicegesetz wird nachgebessert werden, aber nicht bei den Sprechstundenzeiten. Das stellt Jens Spahn beim Neujahrsempfang des Hausärzteverbands klar. mehr »

Wenn die Klinik-IT gehackt wird

Bei Hackerattacken auf Kliniken und Praxen sind Patienten, Ärzte und Hersteller betroffen. Welche Risiken bestehen und welche Gegenmaßnahmen wirksam sind, erörtern Medizinrechtler. mehr »