Ärzte Zeitung online, 12.11.2009

Arbeitszeitverlängerung bei Stada gescheitert

BAD VILBEL (dpa). Beim Arzneimittelhersteller Stada wird es zunächst keine unbezahlte Mehrarbeit der Belegschaft im Stammhaus Bad Vilbel geben. Die entsprechende Vereinbarung mit dem Betriebsrat habe nicht die erforderliche Zustimmung des Tarifpartners IG BCE erhalten, teilte das Unternehmen am Donnerstag in seinem Quartalsbericht mit.

Die Gewerkschaft begründete ihre Ablehnung damit, dass Stada nicht bereit gewesen sei, parallel zur unbezahlten Mehrarbeit von 1,5 Stunden in der Woche auf betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten. Der Arbeitgeberverband hatte dem Stada-Plan zugestimmt.

Der drittgrößte deutsche Arzneimittel-Hersteller steigerte im dritten Quartal bei einem Umsatzrückgang den Gewinn deutlich. Unter dem Strich habe sich der Konzerngewinn um 40 Prozent auf 23,2 Millionen Euro verbessert, teilte die im MDax-notierte Gesellschaft mit. Der Umsatz sank um 6 Prozent auf 383,3 Millionen Euro.

Für 2009 bestätigte Konzernchef Hartmut Retzlaff die Erwartungen. Danach soll das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) mindestens 250 Millionen Euro erreichen (Vorjahr: 294,3 Millionen). Im von regulatorischen Eingriffen und intensivem Wettbewerb geprägten Generikageschäft sanken die Erlöse in Deutschland um 8 Prozent auf 318,4 Millionen Euro.

Topics
Schlagworte
Unternehmen (11785)
Personen
Hartmut Retzlaff (50)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

So teilt sich die Arbeitszeit von Ärzten auf

Wie viel Zeit bringen Ärzte für GKV-Patienten auf, wie viel für Bürokratie? Wie sind die Unterschiede in Stadt- und Landpraxen und den Fachbereichen? Wir geben Antworten. mehr »

Sepsis – "häufigste vermeidbare Todesursache im Land"

Alle sechs bis sieben Minuten stirbt in Deutschland ein Mensch an einer Sepsis. Viele dieser Todesfälle wären vermeidbar. Ärzte, Patientenschützer und Politiker fordern jetzt: Die Blutvergiftung muss als Notfall akzeptiert werden. mehr »

"Hacker kommen wie durch eine offene Tür in Arzt-Systeme"

Nehmen niedergelassene Ärzte Gefahren durch Cyber-Angriffe ernst genug? Sie selbst glauben das mehrheitlich. Ein Sicherheitsexperte gießt Wasser in den Wein. mehr »