Ärzte Zeitung online, 17.11.2009

Beschwerde gegen Rossmann-Freispruch eingelegt

DÜSSELDORF (dpa). Der Freispruch der Drogerie-Kette Rossmann vom Vorwurf unerlaubter Niedrigpreise wird vermutlich vom Bundesgerichtshof überprüft. Die Generalstaatsanwaltschaft habe Rechtsbeschwerde gegen das Urteil eingelegt, sagte ein Sprecher des Düsseldorfer Oberlandesgerichts am Dienstag. Das Gericht hatte Rossmann am vergangenen Donnerstag freigesprochen.

Das Bundeskartellamt hatte 300 000 Euro Bußgeld gegen Rossmann verhängt, weil es angeblich Waren unter dem Einkaufspreis verkauft habe. Das sahen die Richter anders. Das Unternehmen habe auf die von ihm beworbenen Produkte Werbekosten-Zuschüsse der Marken-Industrie anrechnen dürfen. Unternehmer Dirk Roßmann hatte das Urteil als "Sieg für Millionen Verbraucher in Deutschland" gewertet.

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