Ärzte Zeitung online, 02.12.2009

Markt für Körperpflege und Waschmittel wächst

FRANKFURT/MAIN (dpa). Die Bundesbürger sparen in der Wirtschaftskrise nicht an der Schönheit. In Deutschland werden in diesem Jahr für die Körperpflege 12,83 Milliarden Euro ausgegeben und damit 1,7 Prozent mehr als im Jahr zuvor.

Das berichtete der Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel (IKW) am Dienstag in Frankfurt / Main. Der Umsatz bei Waschmitteln klettert demnach sogar um 3,7 Prozent auf 4,03 Milliarden Euro. Für das kommende Jahr rechnet die Branche mit weiter leicht steigenden Erlösen.

Der Verband äußerte sich nicht dazu, inwieweit Preissteigerungen zum Umsatzanstieg beigetragen haben. Große Hersteller wie etwa Henkel hatten in den vergangenen Monaten viele neue und höherpreisige Produkte auf den Markt gebracht.

Der IKW-Vorsitzende Rüdiger Mittendorff verwies auf die harte Konkurrenz der Hersteller untereinander wie auch im Handel. Ein weiter wachsendes Segment sind die Handelsmarken, die bei Waschmitteln wertmäßig bereits 30 Prozent des Marktes ausmachen. Bei Körperpflegeprodukten beträgt der Anteil erst 14 Prozent.

Stütze für den privaten Konsum seien die noch sehr geringen Auswirkungen der Finanzkrise auf den Arbeitsmarkt gewesen, meinte Mittendorff. Die Verbraucher hätten zudem eher an langlebigen Konsumgütern gespart als an als Produkten für ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden. "Der Konsument will in dieser Krise wenigstens gut aussehen", meinte der L'Oreal-Deutschlandchef Rolf Sigmund.

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