Ärzte Zeitung online, 04.12.2009

Für Ratiopharm werden angeblich 2,3 Milliarden Euro geboten

FRANKFURT (dpa). Der Verkauf des Ulmer Generika-Herstellers Ratiopharm hat eine weitere Hürde genommen. In einer zweiten Bieterrunde, die am heutigen Donnerstag endete, seien einzelne Gebote über 2,3 Milliarden Euro eingegangen, erfuhr die Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX am Donnerstag aus Finanzkreisen.

Alle der zehn bis zwölf bisherigen Interessenten aus der ersten Runde hätten auch in der zweiten Runde Gebote für Ratiopharm auf den Tisch gelegt. Priorität habe weiterhin der Verkauf von Ratiopharm als Ganzes.

Der Verkaufsprozess wird von der Commerzbank und der Royal Bank of Scotland betreut. Sowohl die betreuenden Banken als auch Ratiopharm lehnten einen Kommentar ab. Der zur Merckle-Gruppe gehörende Vermögensverwalter VEM will den Verkauf von Deutschlands zweitgrößtem Generika-Hersteller im ersten Quartal 2010 abschließen. Laut Kreisen soll die nächste Runde mit weniger Bietern Anfang des kommenden Jahres starten.

In der zweiten Runde haben den Kreisen zufolge die Finanzinvestoren TPG, Goldman Sachs im Konsortium mit Advent sowie KKR und Permira verbindliche Angebote abgegeben. Unter den strategischen Investoren aus der Pharmabranche werden neben dem weltgrößten Generikahersteller Teva Pharmaceuticals, der französische Pharmakonzern Sanofi-Aventis, der US-Generikahersteller Mylan und vereinzelt auch Pfizer genannt.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

„Das ist keine Propagandaschlacht der KBV“

Einiges im geplanten TSVG stößt Ärzten sauer auf. Im Interview erläutern die drei KBV-Vorstände, warum sie denken, dass sich Änderungen noch durchsetzen lassen. mehr »

Besseres Arbeitsklima könnte jeden zwölften Infarkt verhindern

Wer unter Mobbing oder Gewalt am Arbeitsplatz leidet, hat ein stark erhöhtes Risiko für Infarkte. Häufig betroffen: Sozialarbeiter, Lehrer – und Gesundheitsberufe. mehr »

TK senkt Zusatzbeitrag – Barmer nicht

Nach und nach geben die Kassen ihren Beitragssatz für 2019 bekannt – nun taten dies die Kassen-Schwergewichte TK und Barmer sowie zwei weitere AOKen. mehr »