Ärzte Zeitung online, 22.12.2009

Generikaanbieter ratiopharm erwartet Abschluss auf Vorjahresniveau

ULM (dpa). Der zum Verkauf stehende Generikahersteller ratiopharm erwartet einen Jahresabschluss auf Vorjahresniveau. Der Umsatz der Gruppe werde bei rund 1,6 Milliarden Euro liegen, teilte das Unternehmen am Dienstag in Ulm mit. Im Vorjahr erzielte ratiopharm Erlöse von 1,9 Milliarden Euro. Damals war noch ein zur Gruppe gehörendes Schweizer Pharmaunternehmen mit rund 0,3 Milliarden Euro in den Bilanzen enthalten.

Der Ertrag vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) werde im ablaufenden Geschäftsjahr rund 300 Millionen Euro betragen und damit ebenfalls auf Vorjahresniveau liegen. Insbesondere das Auslandsgeschäft erweise sich als Treiber für Umsatz und Ergebnis. Es habe einen Anteil am Gesamtumsatz von mehr als 50 Prozent.

Der Ulmer Generikahersteller soll im ersten Quartal 2010 verkauft werden. In einer zweiten Bieterrunde sollen Anfang Dezember einzelne Gebote über 2,3 Milliarden Euro eingegangen sein. Es sollen die Finanzinvestoren TPG, Goldman Sachs im Konsortium mit Advent sowie KKR und Permira verbindliche Angebote abgegeben haben. Unter den strategischen Investoren aus der Pharmabranche werden neben dem weltgrößten Generikahersteller Teva Pharmaceuticals aus Israel, der französische Pharmakonzern Sanofi-Aventis, der US-Generikahersteller Mylan und vereinzelt auch Pfizer genannt. Die nächste Runde mit ausgewählten Bietern soll Anfang des kommenden Jahres starten.

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