Ärzte Zeitung online, 05.01.2010

Krankenhausgesellschaft investiert 300 000 Euro in Laborsystem von iSOFT

MANNHEIM (eb). Die Misericordia GmbH Krankenhausgesellschaft will künftig drei ihrer Häuser über ein zentrales EDV-Labornetzwerk miteinander verbinden. 300 000 Euro lässt sich die Krankenhausgesellschaft die Vernetzung kosten. Umsetzen soll das Netzwerk der IT-Anbieter iSOFT.

Zum Einsatz soll in den drei ausgewählten Kliniken, dem Clemenshospital und der Raphaelsklinik in Münster sowie dem St. Walburga-Krankenhaus in Meschede, das Laborinformationssystems iSOFT Laboratory kommen. Dabei soll die Möglichkeit geschaffen werden, eine weitere externe Einrichtung, die bereits iSOFT Laboratory einsetzt, in den Klinik-Verbund integrieren zu können.

Ziele der Vernetzung sind nach eigenen Angaben, die Kosten für Labordienstleistungen durch die gemeinsame Nutzung von Ressourcen zu senken, aber auch die Bereitstellung von Ergebnissen zu beschleunigen und damit die Behandlungsqualität zu erhöhen. "Als Krankenhausträgergesellschaft, die einer derart hohen regionalen Konkurrenzdichte wie in Münster ausgesetzt ist, müssen wir besonders darauf achten, wirtschaftlich zu arbeiten, um den Marktbedingungen gerecht zu werden", so Joachim Schmitz, Geschäftsführer der Misericordia GmbH Krankenhausträgergesellschaft. "Daher mussten wir nach Möglichkeiten suchen, unsere Prozesse effizienter zu organisieren und bereits vorhandene Spezialisierungen in einer zentralen IT-Struktur abzubilden."

Kosten soll das neue Labor-IT-System inklusive Support und Systempflege über 60 Monate knapp 300 000 Euro.

Zur Misericordia GmbH gehören vier angeschlossene Krankenhäuser: das Augustahospital in Anholt, das Clemenshospital und die Raphaelsklinik in Münster sowie das St. Walburga-Krankenhaus in Meschede. In den vier Häusern mit insgesamt 1000 Betten werden jährlich über 40 000 Patienten stationär behandelt.

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