Ärzte Zeitung online, 02.02.2010

Bayer Schering kooperiert mit Biotech-Unternehmen Brain

BERGKAMEN (ava). Das hessische Biotechnik-Unternehmen Brain aus Zwingenberg und Bayer Schering Pharma, die Gesundheitssparte des Leverkusener Bayer-Konzerns kooperieren auf dem Gebiet der Prozessoptimierung bei der Produktion von Steroid-Wirkstoffen.

Ziel ist die energieeffiziente und damit nachhaltige, fermentative Herstellung von Steroid-Wirkstoffen aus pflanzlichen Rohstoffen unter Verwendung optimierter, mikrobieller Produktionsstämme. Zu den Steroid-Wirkstoffen zählen vor allem Cortison, Estrogene und Testosteron.

Pflanzen und die darin enthaltenden steroidalen Komponenten stellen als Pharmarohstoffe eine sowohl kostengünstige wie auch nachhaltige Quelle von Zwischenprodukten für Pharmawirkstoffe dar, für deren Weiterverarbeitung in zunehmendem Maße neben chemischen Methoden auch mikrobiologische Prozesse durch Ganzzell-Biokonversion genutzt werden.

Im Zuge der strategischen Kooperation sollen bestehende Produktionsverfahren mit hochentwickelten Mikroorganismen ("Designer Bugs") so optimiert werden, dass bei vermindertem Energieeintrag eine höhere Ausbeute bei gleichzeitiger Reduktion von Treibhausgasen kommt. Dr. Wolfgang Plischke, Vorstand der Bayer AG schätzt die Senkung der Treibhausgas-Emissionen - auf den ganzen Konzern gerechnet - auf zehn Prozent.

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