Ärzte Zeitung online, 08.03.2010

Pfizer plant bei ratiopharm-Kauf Ausbau der Produktion

ULM (eb). Der US-Pharmakonzern Pfizer plant offenbar bei der Übernahme von ratiopharm den Ausbau der Produktion. Nach einem Bericht der Ulmer "Südwest Presse" hat der US-Riese als zweiter von drei Finalisten seine Pläne für den Fall eines Kaufs vorgestellt.

Vor rund 50 Führungskräften habe Pfizer-Vorstandschef Jeff Kindler erklärt, dass der weltgrößte Pharmakonzern expandieren wolle, schreibt das Blatt am Samstag. Den Plänen zufolge soll ratiopharm bei Pfizer künftig ein Teil des Bereichs Established Products (EPBU) werden und dort als Keimzelle für das Generikageschäft in Europa dienen.

Die Marke ratiopharm solle erhalten bleiben und auch weltweit weiter gestärkt werden. Außerdem sei Pfizer an den Biosimilars von ratiopharm interessiert, einem Bereich, in dem der US-Pharmakonzern noch nicht aktiv ist. Durch den Kauf von ratiopharm würde sich Pfizer im Generikageschäft sofort einen hohen Marktanteil sichern.

Neben dem US-Pharma-Riesen sind der weltgrößte Generikahersteller Teva Pharmaceuticals aus Israel und die isländische Actavis im Rennen. Alle drei haben Medienberichten zufolge Angebote in Höhe von um die drei Milliarden Euro abgegeben. Vor einigen Tagen hat bereits Wettbewerber Teva vor dem ratiopharm-Gremium seine Strategie für das Unternehmen vorgetragen. Am heutigen Montag (8. März) soll die isländische Actavis in Ulm für ihr Konzept werben.

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