Ärzte Zeitung, 01.04.2010

Innovationen beflügeln Absatz in Diagnostikabranche

BERLIN (maw). Die deutsche Diagnostika-Industrie hat ihre eigenen Erwartungen an das Jahr 2009 noch übertroffen. Nach Angaben des Verbandes der Diagnostika-Industrie (VDGH) wuchs der Markt der Reagenzien und Geräte für das ärztliche Labor um 1,8 Prozent auf 2,16 Milliarden Euro. Das seien 0,5 Prozentpunkte mehr als der VDGH Anfang 2009 prognostiziert hatte. 

Bestätigt habe sich, dass das klassische Laborgeschäft, das rund zwei Drittel des Gesamtmarkts ausmache, mit einem Plus von 2,6 Prozent deutlich besser abschnitt als das Geschäft mit diagnostischen Schnelltests, das lediglich um 0,5 Prozent wuchs. Besonders erfolgreich entwickelte sich der Markt für die Anbieter von Nachweissystemen, Reagenzien und Verbrauchsmaterialien für die Grundlagen- und Spitzenforschung im Gesundheitswesen. Hier wuchs der Umsatz um 4,8 Prozent auf 1,56 Milliarden Euro.

VDGH-Geschäftsführer Dr. Martin Walger betont die Signifikanz der Innovationen für die Branche. Wesentlichen Anteil am Erfolg hätten innovative Produkte. "Bei mehr als der Hälfte aller VDGH-Mitgliedsfirmen machen Erzeugnisse, die maximal drei Jahre auf dem Markt sind, mindestens zehn Prozent des Umsatzes aus. Bei elf Prozent der Firmen liegt der Anteil der Innovationen sogar bei 30 Prozent und höher."

Dies zeige, wie stark der Erfolg der Branche davon abhängt, dass diagnostische Innovationen den Zugang zum dominierenden Markt der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) erhielten. Walger forderte daher erneut ein schnelles Verfahren mit klaren Entscheidungsfristen zur Aufnahme von Laboruntersuchungen in den GKV-Leistungskatalog.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Wann das Smartphone für Kinderaugen gefährlich wird

Kleine Kinder sollten lieber mit Bauklötzen spielen als mit Smartphones, raten Augenärzte. Denn: Wenn die Kleinen häufig und lange auf Bildschirme starren, leiden nicht nur ihre Augen. mehr »

Auf Zungenküsse besser verzichten?

Zungenküsse erhöhen offenbar das Risiko für HPV-Infekte und damit auch für Mund-Rachen-Tumoren. US-Experten haben sich das Krebsrisiko jetzt einmal genauer angesehen. mehr »

Demenz in D-Moll

Mit Demenzpatienten im Konzert? Viele Angehörige scheuen das. Das WDR-Orchester bietet beiden eine ganz besondere Konzertreihe - mit drei verschiedenen Formaten. mehr »