Ärzte Zeitung online, 29.04.2010

Impfstoffe und Insulin steigern den Gewinn von Sanofi-Aventis

PARIS (ava). Der französische Pharmakonzern Sanofi-Aventis hat im Auftaktquartal 2010 dank seines Impfstoffgeschäfts und der Nachfrage nach Medikamenten gegen Diabetes mehr verdient als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

In den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres ist der Gewinn um 9,7 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro gestiegen, wie der im EuroStoxx-50 notierte Pharmakonzern am Donnerstag in Paris mitteilte. Angetrieben von der Nachfrage nach dem in Frankfurt-Höchst hergestellten Diabetesmittel Lantus® (Insulin glargin), dem Impfstoffgeschäft und der Nachfrage aus den Schwellenländern nahm der Umsatz um 3,9 Prozent auf 7,4 Milliarden Euro zu.

Mit einem Wachstum von 56 Prozent auf 944 Millionen Euro wies Sanofi-Aventis mit den Impfstoffen zweistellige Zuwachsraten aus. Alleine die Produkte gegen die Schweinegrippe hätten 413 Millionen Euro beigesteuert. Auf Produktebene war Lantus® in den ersten drei Monaten das umsatzstärkste Medikament für den französischen Pharmakonzern mit einem Plus von 10,4 Prozent auf 790 Millionen Euro.

Um mehr als 80 Prozent brach dagegen der Umsatz des Krebsmittels Eloxatin® (Oxaliplatin) wegen der Konkurrenz in den USA ein. Der Konzern beließ am Donnerstag seine Geschäftsprognosen für das Gesamtjahr unverändert: Für 2010 erwartet Sanofi-Aventis wegen Generikakonkurrenz ein schwächeres Gewinnwachstum als im Vorjahr. Zu konstanten Wechselkursen soll der Gewinn je Aktie um 2 bis 5 Prozent steigen. Der Ausblick sei ohne die Berücksichtigung einer möglichen Konkurrenz durch Generika für den Gerinnungshemmer Lovenox® (Enoxaparin).

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