Ärzte Zeitung online, 30.07.2010

Übernahme-Kosten drücken Gewinn bei Merck & Co

WHITEHOUSE STATION (dpa). Die Übernahme des Wettbewerbers Schering-Plough hat dem US-Pharmakonzern Merck & Co (in Deutschland MSD Sharp & Dohme) im zweiten Quartal erneut einen Gewinnrückgang eingebrockt. Der Überschuss sei wegen Abschreibungen und Restrukturierungskosten in Milliardenhöhe um 52 Prozent auf 752,4 Millionen US-Dollar (ca. 575,96 Millionen Euro) gefallen, teilte Merck & Co am Freitag mit.

Merck hatte die 41 Milliarden US-Dollar schwere Übernahme von Schering-Plough Anfang November abgeschlossen. Durch das Zusammengehen verdoppelte sich der Umsatz fast und stieg auf 11,35 Milliarden US-Dollar. Merck profitierte dabei von der Nachfrage nach Medikamenten gegen Diabetes, Arthritis und HIV.

Konzernchef Clark sieht sich mit den Einsparungen auf gutem Weg. Bis 2012 will Merck 3,5 Milliarden US-Dollar jährlich kürzen. Ungeachtet des herausfordernden Umfeldes und Patentabläufen zeigte sich der Merck-Chef zuversichtlich für das Gesamtjahr. 2010 strebt der Pharmakonzern einen Umsatz von 45,4 bis 46,4 Milliarden US-Dollar an.

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