Ärzte Zeitung online, 12.10.2010

Daimler bestellt auch deutsche E- und C-Klasse in die Werkstatt

STUTTGART/WASHINGTON (dpa). Daimler kämpft nicht nur in den USA mit Problemen bei der Servolenkung. Der Stuttgarter Autobauer bestätigte auf Anfrage, dass auch in Europa und in Teilen Asiens die Lenkunterstützung ausfallen kann. Betroffen sind nach Angaben eines Firmensprechers die beliebte C-Klasse, die höherwertige E-Klasse und der kleine Geländewagen GLK.

Die Probleme können demnach bei den Fahrzeugen auftreten, die zwischen dem 25. Mai 2009 und 17. Februar 2010 produziert wurden. In Deutschland sei das Kraftfahrtbundesamt informiert und die Halter würden demnächst angeschrieben, sagte der Sprecher am Montag der Nachrichtenagentur dpa. Wie viele Autos insgesamt in die Werkstätten müssen, verriet er nicht. Allein in den USA sind es rund 85 000.

Anders als in Deutschland veröffentlicht die zuständige US-Verkehrssicherheitsbehörde alle Rückrufe im Detail. Bereits am Sonntag war die peinliche Panne der Stuttgarter deshalb in den USA publik geworden. Bei den Fahrzeugen droht Hydraulikflüssigkeit auszulaufen. Die ausfallende Unterstützung erschwert das Lenken besonders im Stand, etwa beim Ein- und Ausparken. Rollt der Wagen erst mal, ist nach Angaben des Firmensprechers wenig von dem Defekt zu spüren.

Erst Anfang des Monats hatte der Konkurrent BMW in den USA 198 000 Autos der 5er, 6er und 7er Baureihen wegen Problemen mit der Bremsanlage zurückrufen müssen. Für beide Premiumhersteller ist der Übersee-Markt enorm wichtig. Nach den Einbrüchen während der Wirtschaftskrise verkaufen sich die Autos "Made in Germany" in den Staaten wieder blendend. Sie genießen bei den Amerikanern einen hervorragenden Ruf und gelten als besonders zuverlässig.

Mittlung der US-Verkehrssicherheitsbehörde zum Rückruf (englisch)

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